Blick von Kowloon nach Hongkong Island angelikasreisen.de

Reisebericht Südostasien 1985 Hongkong

Sonnabend 20.04.1985

Bali Karte mit Legian Abschied von Bali. Das Taxi holte uns um 4:30 (frh!) vom Hotel ab und brachte uns nach Denpasar zum Flughafen. Abflug um 6:00, Ankunft in Jakarta um 7:30. Anflug auf Hongkong Eigentlich sollten wir erst um 10:00 weiterfliegen, aber Wolfgang gelang es, auf 9:15 umzubuchen, denn wir dachten uns, dass es interessanter ist, auf dem Flughafen Singapur etwas lnger zu warten, als auf diesem langweiligen Flughafen in Jakarta. Wir wollten noch Briefmarken kaufen, aber mussten noch bis 8:00 warten, weil die Post noch geschlossen war, aber dann wurden wir auch endlich alle unsere Karten auf der Post los. Dann ging bald der Flieger nach Singapur, dort konnten wir leider erst um 15:00 mit einer Maschine nach Hongkong fliegen.
Der Anflug auf Hongkong war beeindruckend, allerdings war unsere Ankunft etwas chaotisch. Bis wir in unserem Hotelbus saen verging ber eine Stunde. Wir machten uns noch auf den Weg, um die Hotelumgebung zu erkunden. Ein Gewimmel auf den Straen, irre Huser, sehr hoch, zum Teil vergammelt, mit Unmengen Wsche an den Fenstern. Die Atmosphre war eigentlich unbeschreiblich. Obwohl Hongkong nicht schn ist, gefiel es mir auf Anhieb.

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Sonntag 21.04.1985

Nach dem recht schnen Frhstck im Hotel, machten wir uns auf den Weg zum Central Distrikt und zwar mit der Straenbahn. Die Straenbahn wurde 1904 angelegt und so alt sah sie auch aus. Sie ist zweistckig, und wenn man oben fhrt, hat man einen guten berblick ber das Gewimmel auf den Straen und auf die Huser mit der Wsche. Im Central District war weniger los als erwartet, es gibt dort eine Bank neben der anderen und die hatten alle geschlossen, weil Sonntag war. Es gibt unheimlich viele Geschfte mit elektrischen Gerten, aber lngst nicht so billig wie erwartet.

Hongkong Strassenbahn Hongkong Strassenbahn

Um 14:00 hatten wir eine Tour durch die Insel Hongkong gebucht. Der Fahrer raste mit dem Bus los, der erste Halt war der Tiger Balm Garden, eine Art Mrchengarten auf chinesisch, den die Brder wei ich nicht mehr, die Erfinder des Tiger Balms, zur Erholung der Bevlkerung angelegt hatten. Ein verwinkeltes, zwischen die Hochhuser eingequetschtes Gelnde mit seltsamen Figuren und vllig berfllt. Fr Kinder sicherlich ein Erlebnis, aber ich fand es ziemlich scheulich.

Blick vom Viktoria Peak Blick vom Viktoria Peak

Danach raste der Bus mit uns zum hchsten Punkt der Insel, dem Victoria Peak. Weil der Bus wie verrckt die Straen hinauf raste, konnte man gar nicht soviel sehen. Oben angekommen war die Aussicht jedoch sehr beeindruckend, nur leider etwas dunstig. So viele Hochhuser, die dicht gedrngt stehen, sind ja eigentlich hsslich. aber der Gesamteindruck von oben war schn.
Dann wurden wir alle wieder in den Bus gescheucht, der sich wieder in rasender Fahrt aufmachte zu einem Stck Strand, das wir uns ansehen sollten. Es war nicht sehr bemerkenswert, so etwa Strandbad Wannsee in anderer Umgebung.

Aberdeen Aberdeen

Dann fuhren wir zur schwimmenden Stadt nach Aberdeen, ein Boot neben dem anderen, auf denen die Leute auch wohnen. Es soll Menschen bei den Boat People geben, die noch nie ihren Fu auf festes Land gesetzt haben. Wir fuhren mit einem kleinen Motorboot durch die schwimmende Stadt, die im Nachmittagslicht sehr malerisch wirkte.

Central Kowloon

Anschlieend fuhr uns der rasende Bus wieder ins Hotel. Wir gingen abends noch durch die Gegend, und fuhren wieder mit der Straenbahn zum Central District. Es war wenig los, bis wir zum Wasser kamen, wo die Fhren in alle mglichen Richtungen fuhren.
Kurz entschlossen fuhren wir mit der Star Ferry nach Kowloon und zurck und wieder mit der Straenbahn in die Nhe des Hotels. Dort irrten wir bestimmt noch eine Stunde herum, und suchten ein Restaurant mit englischer Karte und Besteck. Alles was wir am frhen Abend gesehen hatten, war entweder schon zu oder rein chinesisch. Schlielich fanden wir ein kleines Restaurant und ich a irgendwelches Schweinefleisch, was mir ganz gut schmeckte, aber viel zu viel war.

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Montag 21.04.1985

Frhes Aufstehen war wieder angesagt. Wir fuhren mit dem Bus nach Kowloon und zu den New Territories, das Land bis zur Grenze Chinas. Unser erster Halt war an einem Strand mit Hochhusern im Hintergrund. Der Strand sah erstmal ganz gut aus, aber das Wasser dort war vergiftet, es stand ein Schild da, dass Baden verboten sei, weil man sich im Wasser Typhus, Cholera und andere schne Krankheiten holen konnte.

Grenze nach China New Territories

Dann fuhr der Bus ber Land. Immer wieder tauchten "Mrkische Viertel" auf und schlielich gelangten wir zur Grenze nach China, aber auer eines Zaunes war nicht viel zu sehen.
Der Weg auf den Grenzaussichtspunkt ging ziemlich steil nach oben und dort angekommen, gab es einen Andenkenladen am anderen. Die Busfahrt zurck zog sich ziemlich in die Lnge, es sah alles sehr hnlich aus, die Neubausiedlungen unterschieden sich kaum voneinander und ich konnte nur jedesmal feststellen, dass ich dort nicht wohnen mchte. Sehr beeindruckend sind allerdings die Gerste an den Neubauten, sie bestehen nur aus Bambusstangen und sehen nicht sehr stabil aus.

Strasse in Kowloon Strasse in Kowloon

Wir lieen uns von dem Bus mitten in Kowloon absetzen, im Viertel, das uns zum Einkaufen empfohlen worden war. Es gab viele teure Geschfte in den Hauptstraen, es machte Spa, dort durch die Gegend zu bummeln.
Gegen Abend gingen wir zur Fhre, weil wir den Sonnenuntergang sehen wollten. Die Insel Hongkong schimmerte sehr schn in der Abendsonne, aber leider war es schon wieder dunstig, und so konnten wir die Reklameschilder auf der anderen Seite nur wie durch einen Schleier sehen.
Nachdem wir mit der Fhre einmal hin und zurck gefahren waren, machten wir uns wieder auf den Weg ins Zentrum, weil wir noch ein wenig durch die bunten nchtlichen Straen bummeln wollten und auch etwas essen wollten.
Vorher warfen wir noch einen Blick in das Weltraummuseum, weil es berall sehr empfohlen wurde. Dieser Blick dauerte ungefhr eine Stunde, man htte sich leicht auch noch lnger dort aufhalten knnen.
Auf der Suche nach einem Restaurant kamen wir noch etwas auf Abwege in eine vllig tote Strae, fanden dann doch wieder in belebtere Gegenden zurck. In einer kleinen Straen fanden wir ein Restaurant, das gut aussah.

Blick nach Hongkong Island Blick nach Hongkong Island

Als Essen bestellten wir uns Chop Suey, in der Annahme, das sei wie bei uns gemischtes Gemse, aber es handelte sich um gemischtes Getier und sah z.T. sehr eklig aus und schmeckte auch nicht besonders. Nach dem Essen, alles was mir einigermaen geniebar erschien, hatte ich rausgefischt, gnnten wir uns noch einen tzenden Schnaps. Wir gingen dann zurck zur Fhre und wieder mit der Straenbahn zurck zum Hotel, die Bahn hatte ein Einsehen mit meinen mden Fen und hielt fast direkt vor dem Hotel.

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Dienstag 23.04.1985

Eigentlich wollten wir frh aufstehen, weil wir noch einmal zum Victoria Peak wollten, aber da wir verschlafen hatten, wurde es nach dem Packen nur noch ein kleiner Rundgang in Hotelnhe, mit einen Abstecher ber einen etwas abenteuerlichen Markt mit blutigen Stierkpfen, Entenhlsen, schwarzen Eiern und vielen anderen schnen Dingen, die ich mir lieber nicht so genau ansah. Luft anhalten und durch war meine Devise, denn es roch etwas streng.

Markt in Hongkong Strasse in Hongkong

Unser Bus zum Flughafen ging schon unheimlich frh los, und so lungerten wir noch fast zwei Stunden auf dem doofen Flughafen herum. Der Bummel durch die Flughafengeschfte brachte nichts, denn erstens war es teuer und zweitens hatten wir keine Hongkongdollar mehr. Wir versuchten dann auf der Aussichtsterrasse unser Glck, aber Aussicht war dort nicht, sondern nur Terrasse. Es war schn warm und viele junge Leute saen herum und lernten.
Blick aus dem Hotel in Singapur Der Flug nach Singapur verlief reibungslos. In Singapur war die Fahrt zum Hotel sehr gut organisiert.
Wir wohnten im 11. Stock und hatten einen schnen Blick auf einen kleinen Tempel, Reste alter Huser und die Hochhuser. Singapur wirkte auf mich nach Hongkong etwas steril und aufgerumt, nicht mal Wsche hing an den Fenstern.
Nach dem Willkommensdrink (ein nett schmeckender Saft), wollten wir noch eine kleine Abendrunde ums Hotel machen, zu der berhmten Geschftsstrae Singapurs, der Orchard Road. Es ging schon mal so los, dass vom Hotel berhaupt kein Fuweg wegfhrte, sondern nur eine Autoauffahrt. Aber dann sah es auch nicht viel besser aus, vierspurige Straen, auf denen die Autos langrasten, aber kein Brgersteig, rechts und links von der Strae moderne Wohnviertel, aber kein Mensch auf der Strae, z.T alte Huschen dazwischen, frher sicher mal sehr hbsch, aber heute vergammelt.
Auf den ersten Blick gefiel mir Singapur berhaupt nicht, aber der Unterschied zu dem lebendigen Hongkong war in dem Moment auch zu krass.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2018 by Angelika Rosenzweig