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Reisebericht Indien 2000 Jaisalmer

Donnerstag 02.03.2000

Indienkarte Karte mit Jaisalmer Frühstück gab es wieder um 7:00, um 8:00 reisten wir ab. Auch diese Fahrt war wieder echt langweilig, gegen 15:00 kamen wir in Jaisalmer an. Das erste Hotel, das Bharat uns zeigte lehnten wir ab, das zweite war auch nicht viel besser, so ein bisschen wie Doppelzelle, es gab nicht mal einen Schrank.
Um fünf Uhr karrte uns Bharat zu einem Hügel mit Blick auf Jaisalmer, dort sollten wir uns den Sonnenuntergang ansehen. Als wir uns dort langweilten und auf den Sonnenuntergang warteten, kamen Kartenverkäufer und quatschten mit uns, auch sie hatten wohl Langeweile, bis ein Bus mit Touristen ankam, dann waren wir sie los. Der Sonnenuntergang gab nicht so richtig was her.
Wir fuhren dann zurück in die Neu-Stadt und aßen in einem netten Dachgarten-Restaurant sehr gut zu Abend und hatten dabei noch einen schönen Blick auf die auf einem achtzig Meter hohen Felsen gelegene Festungsstadt Jaisalmer, von einer mit 99 Wehrtürmen versehenen Mauer umgeben.

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Freitag 03.03.2000

Weil wir heute keine weite Fahrt zu machen hatten, frühstückten wir erst um 8:00 und um 9:00 starteten wir dann unseren Besichtigungstag.
Zuerst fuhren wir nach Amar Sagar, eine hübsche Gartenanlage im Nordwesten Jaisalmers mit einem kleinen Palast, Tempeln und Chattris stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der dazugehörige See ist nur wenige Monate im Jahr mit Wasser gefüllt. Bis zum nächsten Monsun, wenn sich die Senke wieder auffüllt, werden Seerosen und Gemüse gezogen. Am besten erhalten sind die nach einem aufwendigen Restaurationsvorhaben im alten Glanz erstrahlenden Jain-Tempel.

Jain Tempel bei Jaisalmer Bada Bagh Garden bei Jaisalmer

Unser nächstes Ziel waren die Bada Bagh Garden, eine fruchtbare Oase im Norden der Stadt mit einem riesigen alten Staudamm. Ein großer Teil des Gemüses und Obstes für Jaisalmer wird hier erzeugt. Oberhalb der Gärten liegen die königlichen Ehrenmale. Die Decken sind mit sehenswerten Schnitzereien versehen. Außerdem stehen dort Reiterstatuen ehemaliger Herrscher.

Haveli in Jaisalmer Dann fuhren wir zurück in die Stadt, um uns die Havelis anzuschauen.
Diese von reichen Geschäftsleuten erbauten Wohn- und Geschäftshäuser (Haveli) sind eine Sehenswürdigkeit in Jaisalmer. Im weichen und damit leicht zu bearbeitenden Sandstein Jaisalmers haben die muslimischen Handwerker wahre Wunderwerke filigraner Baukunst hervorgebracht, man könnte fast meinen, dass es sich um Holzschnitzereien handelt.
Gasse im Fort von Jaisalmer Dann setzte uns Bharat vor den Toren des Forts ab. Das auf einem 120 m langen und 50 m breiten Berg gelegene Fort ist im Gegensatz zu den anderen Festungen Rajasthans nicht nur Herrscherpalast, sondern dort befanden sich auch alle weiteren Wohn- und Geschäftshäuser der Stadt. Erst als Anfang des 17. Jahrhunderts der Platz innerhalb des Forts erschöpft war, mussten die sich neu ansiedelnden Bürger ihre Häuser unterhalb des Forts errichten.
Im Fort sind die Gassen und Strassen sehr eng. Hier scheint sich seit Jahrhunderten nichts verändert zu haben. Offene stinkende Kanäle, Ratten, Hunde und Kühe bestimmen das mittelalterlich anmutende Bild. Viele der oft verfallenen Häuser stehen leer, da die Bewohner in den letzten Jahren wegen der besseren hygienischen Bedingungen in die unterhalb des Forts gelegenen Neustadt gezogen sind.
Von diesem Fort waren wir sehr enttäuscht, es ist ziemlich verfallen und vergammelt und sehr dreckig, außerdem wurde Brigitte von einer Kuh ziemlich böse mit den Hörnern geschubst und so waren wir nach einer ¾ Stunde schon wieder draußen.

Gadi Sagar in Jaisalmer Jetzt war es auch Zeit zum Mittagessen und Bharat brachte uns in das Restaurant Trio, auch wieder ein schöner Dachgarten mit Blick auf das Fort und auf einen kleinen Marktplatz. Das Restaurant war sehr gepflegt und das Essen auch sehr gut. Nach dem Mittagessen hatten wir frei bis 17:00 und fuhren dann nach Gadi Sagar etwa ein Kilometer südöstlich der Stadt, ein 1367 zur Wasserversorgung angelegter See. In seiner Mitte steht ein hübscher kleiner Pavillon, an den Ufern stehen viele Tempel, alles wirkt sehr idyllisch.
Am Eingang trafen wir eine kleine Prozession, wobei uns nicht ganz klar war, ob es sich um eine Hochzeit oder Beerdigung/Verbrennung handelte.
Auf dem Gelände befindet sich auch ein Folklore Museum, eine private Sammlung eines alten Inders, der skuriles und Alltägliches aus alter und neuer Zeit zeigte, sehr liebevoll angelegt und gepflegt. Da wir in Jaisalmer noch keinen Shop besucht hatten, war das nun unser nächster Besichtigungspunkt und Bharat brachte uns zu einem Deckenverkäufer, der uns eine ziemlich dreckige weiße Bettdecke für 70,- DM verkaufen wollte, wovon er uns allerdings nicht überzeugen konnte. Unser Abendessen nahmen wir wieder im Dachgartenrestaurant des Vorabends ein, es war wieder sehr lecker, besonders das Garlic Nan. Nach dem Abendessen trafen wir uns noch mit Bharat auf dem Dachgarten des Hotels.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig