Strasse in Bang Phlat angelikasreisen.de

Reisebericht Thailand 2005 Bangkok

Donnerstag 13.01.2005 - Freitag 14.01.2005

Thailand Karte mit Bangkok Thanon Ratchawithi mit Blick auf Krung Thon Bridge Wir fuhren pünktlich mit der Deutschen Bahn von Berlin um 6:56 ab und kamen um 10:57 in Düsseldorf an. Der Bahnhof am Flughafen Düsseldorf liegt nicht wie in Frankfurt im Flughafengebäude, sondern etwas abseits mit offenem Bahnsteig, es war also recht frisch ohne Winterjacken. Vom Bahnhof fährt eine niedliche kleine Schwebebahn zum Flughafen, auch in dieser war es nicht gerade kuschelig. Wir fuhren bis zum internationalen Teil des Flughafens, wurden unser Gepäck los und flogen dann um 14:35 mit Emirates nach Dubai, wo wir pünktlich um 23:55 ankamen. Wir gingen wieder in das uns schon bekannte Lokal zum Bier trinken, rauchen und Zeit totschlagen.
Unser erster Tischnachbar, ein etwas angetrunkener Inder, legte uns in Thailand Pattaya besonders ans Herz, dort sei es besonders schön und schwätzte eine ganz Weile dummes Zeug auf uns ein, er musste dann irgendwann abfliegen, unser neuer Tischnachbar war auch ein Inder, der aber kaum schwätzte, dafür aber rülpste. Um 03:55 ging es dann etwas verspätet weiter nach Bangkok, wo wir um 12:30 ankamen. Bis wir durch die Passkontrolle waren und unseren Koffer hatten, war es schließlich 14:00 und wir nahmen uns ein Taxi zum Hotel Royal River.
Das Hotel liegt wunderschön auf der Thonburi-Seite direkt am Menam und wir bekamen ein wunderschönes Zimmer mit Balkon nach vorne zum Fluss. Nachdem wir ausgepackt hatten, machten wir noch einen Erkundungsgang in der näheren Umgebung des Hotels, saßen anschließend ein wenig auf der Hotelterrasse herum und gingen dann in ein kleines Lokal, ganz in der Nähe des Hotels, das sehr sauber und ordentlich aussah und ließen uns dort zum Essen nieder. Kurz danach kamen Moni und Jürgen zufällig vorbei und gesellten sich zu uns. Wir saßen anschließend noch bis gegen 20:00 auf dem Balkon zusammen, waren dann aber doch von der langen Anreise etwas müde und gingen schlafen.

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Sonnabend 15.01.2005

Chao Phraya Expressboat auf dem Menam Ab 7:00 saßen wir auf dem Balkon herum und tranken Kaffee, es war recht kühl und regnete. Wir frühstückten um 9:00 im völlig unterkühlten Frühstücksraum, aber das Frühstück war ok.
Wir fuhren dann mit einem Chao Phraya Expressboat, die Haltestelle ist ganz in der Nähe des Hotels an der Krung Thon Bridge, bis zur Station Wat Athit, von dort ist es dann nicht weit zur Khao San. Weil der Regen immer schlimmer wurde, kehrten wir noch mal ein und tranken einen sogar recht brauchbaren Kaffee. Am Ende des Kaffees ließ der Regen etwas nach und wir brachen endgültig zur Khao San auf und holten uns Geld am Automaten, telefonierten dann mit Christoph und verabredeten uns auf dem Weekend Market am Chatuchak Park, denn wo trifft man denn sonst Freunde aus Berlin wenn nicht in Bangkok!
Wir nahmen ein Taxi bis zu nächsten Sky Train Station, was wegen des irren Verkehrs fast eine Stunde dauerte, dann mit dem Sky Train bis zur Endstation Mo Chit. Von der Station konnten wir den Markt schon sehen und so wussten wir welche Richtung wir einschlagen mussten. Am Gate 18, einem Eingang zum Marktgelände telefonierten wir zunächst mal wieder, wir sollten bis zum Mittelgang im Marktgelände kommen, dort wollte Christoph uns dann finden, und es gelang tatsächlich trotz des Menschengewimmels.
Blick vom Balkon des Royal River Während des Telefonierens machte Rolf den Fehler, eine Kippe auf den Boden zu werfen, was uns 1000 Baht kostete, wie wir beobachteten, wurden aber nur Touristen zur Kasse gebeten.
Mit Christoph schlenderten wir über den riesigen Markt auf dem es fast alles zu kaufen gibt, was das Herz begehrt, von Tieren, Pflanzen und Lebensmitteln zu aller Art Textilien und jede Menge Schnickschnack. Christoph suchte eine ganz bestimmte Sorte Lampen, aber die fanden wir nicht, zwischendurch aßen wir eine köstlich Nudelsuppe an einem der Essenstände, Christoph musste irgendwann weg und wir schlenderten noch bis 17:00 durch die Hallen, die Lampen fanden wir aber immer noch nicht. Inzwischen waren wir ganz froh, dass es nicht so heiß war, wahrscheinlich sind die Markthallen dann etwas stickig, bei dem kühlen Wetter war es gut auszuhalten. Mit dem Sky Train und dem Expressboot fuhren wir zurück zu unserem Hotel.
Jeden Abend gibt es dort in der Trockenzeit auf der Hotelterrasse ein sehr üppiges Büffet, nicht ganz billig, aber hervorragend und wir gönnten es uns für diesen Abend. Es war das erste Mal in Bangkok, dass wir abends einen Pullover überziehen mussten, weil es so kühl war. Auf Monikas und Jürgens Balkon tranken wir noch einen Verdauungs-Mekhong und genossen die wunderbare Aussicht von 9. Stock aus.

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Sonntag 16.01.2005

Frühstück wieder gegen 9:00 Uhr und gegen 10:30 wieder mit dem Expressboot zur Khao San. In einer der vielen Reiseagenturen kauften wir unsere Fahrkarte nach Chiang Mai und gönnten uns anschließend eine Maniküre und Pediküre und aßen in der Khao San zu Mittag.
Danach fuhren wir die vier Stationen mit dem Expressboot zurück zum Hotel und gingen von dort aus, zum Tesco-Lotus-Einkaufszentrum. Jürgen hatte gesagt, man braucht 13 Minuten, wir waren 15 Minuten unterwegs. Ein Einkaufszentrum in Bang Phlat, wo Touristen eher selten zu finden sind, im Erdgeschoss jede Menge Esslokale, Cafés und Schnellimbissläden, im ersten Stock der Tesco Lotus.

auf der Thanon Charansanitwong in Bangkok auf der Thanon Charansanitwong in Bangkok

Innen wirkte es etwas unübersichtlich, von der Herrenunterwäsche kam man direkt in die Obstabteilung, dann gab es wieder Klamotten und dann auch wieder Lebensmittel aller Art. Gekauft haben wir nichts, denn es war ja erst der Anfang des Urlaubs und so schlenderten wir zurück zum Hotel.
Gegen 19:00 machten wir uns auf den Weg zu einem Restaurant direkt neben der Krung Thon Bridge-Haltestelle. Wir waren die einzigen Touristen, was zur Folge hatte, dass die Verständigung mit dem Kellner etwas mühsam war. Rolf und Jürgen bestellten irgendeinen Fisch, Monika und ich verstanden etwas von Huhn mit Spinat, das sich als süßsaures Huhn mit allem möglichen Gemüse und Obst herausstellte, was uns auch nicht besonders schmeckte, Rolf schmeckte der Fisch nicht, also bekam er das Huhn und wir bestellten irgendwie "roastet duck", was wir auch bekamen. Es schmeckte auch ganz brauchbar, war nur etwas trocken. Zum Nachtisch gab es "sticky rice with mango", was mich nun wieder sehr stark an Milchreis erinnerte, den ich zutiefst verabscheue, also alles in allem nicht so der Esserfolg.

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Montag 17.01.2005

Erawan Schrein in Bangkok Um 9:00 verabschiedeten wir Monika und Jürgen, die nun endlich zu ihrem wohlverdienten Badeurlaub wollten, der erste Versuch war aus bekannten Gründen in Phuket etwas misslungen, denn sie waren einen Tag nach der Tsunami Katastrophe dort angekommen, als es passierte, saßen sie noch im Flieger und hatten von allem nichts mitbekommen.
Wir wollten heute einen Shopping Tag einlegen und zwar in der Gegend um den Baiyoke Tower. Also fuhren wir wieder mit dem Expressboot zur Station Taksim (Central), von dort mit dem Sky Train bis zur Haltestelle Chit Lom, mit umsteigen in Siam.
Von dort bis zum Baiyoke Tower ist es nicht mehr weit, vorher warfen wir von der Fußgänger Brücke aus noch einen Blick auf den Erawan Schrein. Er ist eigentlich ein überdimensionales Geisterhäuschen, das für das ehemals daneben liegende Erawan Hotel gebaut wurde. Beim Bau des Hotels war es 1956 zu mehreren schweren Unfällen gekommen, die erst aufhörten als die von Baugelände vertriebenen Geister eben dieses prächtige Geisterhaus bekamen.

am Pratunam Pier in Bangkok Das dazugehörende Hotel wurde 1988 abgerissen, aber das Geisterhäuschen hat sich zu einer heiligen Pilgerstätte entwickelt und steht heute noch dort, an der Ploenchit Road, Ecke Rajdamri Road.
Nicht weit von Bayoke Tower liegt das Indra Regent Hotel und direkt daneben beginnt eine gewaltige Markthalle, der Pattunam Markt, zwischen Rajdamri und Petchaburi Road, hauptsächlich gibt es dort Kleidung und Textilien zu kaufen. An den zahlreichen Straßenständen die bekannte "Markenware". Irgendwie waren wir aber nicht so recht im Kaufrausch, so wurden es nur ein paar T-Shirts. Auf dem Rückweg zum Sky Train kamen wir noch am gewaltigen Central World Plaza mit dem Zen-Department Store vorbei und hier wurden wir dann doch noch fündig, dieses mal sogar echte Jeans und verglichen mit den Preisen in Deutschland sehr günstig. Vor dem Plaza gab es Heineken Bier vom Fass und hier warteten wir auf das Kürzen der Hosen, das in Thailand selbstverständlich nichts kostet. dann fuhren wir mit Sky Train und Expressboot wieder zum Hotel zurück.
Zu Abend aßen wir wieder bei Wantanee in dem kleinen Restaurant Adang in der Zufahrtstraße zum Hotel

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Dienstag 18.01.2005

Bahnhof Hualamphong in Bangkok Dadurch, dass wir eine Nacht als Selbstzahler verlängert haben, sind wir wohl "bessere" Gäste geworden: gestern Abend gab es einen Wasserkocher und Nescafé, heute morgen frische Früchte und eine Zeitung.
Nach dem Frühstück gingen wir noch einmal in das kleine Internetcafé gegenüber vom Hotel und wollten sehen, ob Monika und Jürgen schon etwas schönes gefunden hatten, aber keine Nachricht.
Wir verbrachten den Vormittag auf dem Balkon und genossen noch einmal die wunderbare Aussicht und das Treiben auf dem Fluss.
Unser Zug nach Chiang Mai sollte um 17:30 Uhr vom Bahnhof abfahren und alle sagten einmütig, wir sollten so früh wie möglich losfahren, denn die Strassen dorthin seien verstopft, too much trafic, also checkten wir um 14:00 aus und nahmen uns ein Taxi. So richtig trafic war nicht und so waren wir schon um 15:00 an der Hualampong Station, viel zu früh. Erst standen wir ein wenig unschlüssig herum, dann fanden wir eine Gepäck-aufbewahrungsstation und gaben unseren Koffer dort ab.

Unser Zug im Bahnhof Hualamphong in Bangkok Dann kam ein freundlicher Mensch vom TAT auf uns zu und wollte wissen, wo wir hin wollten und schickte uns ins Tourist Office in den ersten Stock. Dort buchten wir gleich ein Hotel in Chiang Mai, allerdings musste das freundlich Mädel mehrer Telefonate führen, denn es war eine Menge ausgebucht, aber schließlich gelang es ihr für uns ein Zimmer zu finden. Im Büro konnten wir unser Handgepäck stehen lassen, wir hätten auch den Koffer dort lassen können, muss man eben wissen.
Wir hatten immer noch massenhaft Zeit und verließen den Bahnhof. Schräg gegenüber gab es einen chinesischen Imbiss, es sah alles sehr sauber und nett aus und so aßen wir dort etwas zu Mittag, es schmeckte auch ganz nett. Zurück im Bahnhof tranken wir noch ein Bier und irgendwann hatten wir genug Zeit totgeschlagen und gingen zum Bahnsteig. Unser Zug stand schon da und wir konnten einsteigen. Ein sehr freundlicher Schaffner zeigte uns unser Abteil im letzten Wagen. Es wirkte alles etwas altertümlich, nicht so der Vergleich mit den Zügen in Deutschland, aber es war sauber. Im Abteil war Rauchen verboten, aber am Ende des Wagons war eine smoking area vor dem Klo, besser als nichts. Leider wurde es schon bald dunkel und dadurch gab es draußen nichts mehr zu sehen. Um 22:00 ließen wir unsere Betten bauen, das obere Bett wurde ausgeklappt, es gab richtige weiße saubere Bettwäsche, eine sehr sauber wirkende Frotteedecke zum Zudecken und wir streckten uns auf unseren Betten aus. Das Geruckel war stark gewöhnungsbedürftig, irgendwie gelang es uns sogar etwas einzudösen.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig