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Reisebericht Italien 1986 Empoli

Donnerstag 08.05.1986

Italienkarte Karte mit Empoli Certaldo Abfahrt aus Siena über Monteriggioni, Colle di Val d’Elsa und Poggibonsi nach Certaldo. Der Ort gefiel uns ganz gut und so begaben wir uns auf Zimmersuche. Die Hotels in der Neustadt waren zu dicht an der Hauptstarße und wirkten unsauber und ungepflegt, das Hotel in der Altstadt war nicht unsere Preisklasse. Nichts gefiel uns richtig gut, denn wir wollten ja schließlich ein paar Tage bleiben. Nach einigem hin und her schauten wir noch einmal in unser Reisebuch und fanden den Hinweis, dass es in Empoli ein nettes, freundliches sauberes Hotel geben sollte und so fuhren wir dorthin und es war dann tatsächlich alles so, wie erhofft. Das Hotel Maggino lag in der Fußgängerzone an einem netten Platz, der Ort war so, wie wir es uns erhofft hatten: nicht zu klein, wenig Touristen, nette Lokale und Geschäfte und gut als Ausgangspunkt für Ausflüge geeignet.
Urkundlich wird Empoli erstmals im 8.Jh. als Schloß, das sich im alten Stadtteil befand und heute Empoli Vecchio (das alte Empoli, Santa Maria a Ripa) genannt wird, erwähnt. Die Stadt bildete sich erst ab 1119 um das Pfarrhaus vom Hl. Andrea heraus. Als Lehen der Grafen Guidi schwor sie 1182 der Florentinischen Republik ihre Treue. Nach dem Kampf von Montaperti (1260), bei dem die florentinischen Guelfen niedergeschlagen wurden, fand im Palast der Grafen Guidi das bekannte gibellinische Parlament statt, bei dem Florenz durch die edlen Worte des von Dante in seinem Meisterwerk (Hölle, X) zitierten Farinata degli Uberti (1) gerettet wurde. Zur Erinnerung an diesen historischen Kongreß wurde der Palazzo Guidi in Palazzo Ghibellino umbenannt und unter diesem Namen ist er auch heute noch bekannt.

Empoli Strasse in Empoli

Die erste Stadtmauer wurde durch die Überschwemmung des Arno im Jahre 1333 zerstört und wenige Jahre später wiederaufgebaut. Die Errichtung einer dritten, viereckigen Stadtmauer (2) stammt aus der zweiten Hälfte des 15.Jh. Noch heute kann man Überreste davon sehen. Empoli litt in besonderem Maße unter dem Kriegsvolk des Castruccio Castracani (1315), der Stadt Pisa und der Familie Visconti. 1501 wurde es vom Herzog Valentin und 1530, nach dem von Francesco Ferrucci geführten verzweifelten Verteidigungsversuch, von den kaiserlichen Truppen geplündert.
Seit der Plünderung von 1530 bis zur zweiten Hälfte des 18.Jh. erlebte Empoli eine trübe Zeit, in der es zum Teil die Eigenschaften verlor, die es für einige Jahrhunderte zu einem höchst lebendigen Zentrum gemacht hatten.
Die vom Großherzog Leopold I. aus Lothringen eingeführten Reformen führten zu einem unternehmerischen und ökonomischen Aufschwung und zu neuer Blütezeit der Stadt. Seit der Mitte des 19.Jh. erlebte Empoli, parallel zur Manufakturentwicklung, insbesondere bei der Glasherstellung, eine großartige urbanistische und demographische Entwicklung, die sich in der Verwirklichung der Bahnstrecke "Leopolda" zwischen Florenz und Pisa sowie der Errichtung einer neuen Brücke über den Arno manifestierte. Stadtmauer und Tore wurden niedergerissen, um Platz für Wohnhäuser zu schaffen. Die vom Zweiten Weltkrieg verursachten Schäden hinterließen das alte Stadtzentrum in einem sehr traurigen Zustand. In der Nachkriegszeit wurden erste Schritte auf dem Wege zu einer geduldigen und progressiven Wiederherstellung der alten architektonischen und städtischen Strukturen unternommen.
Wir richteten uns in unserem Zimmer ein, packten endlich mal alles aus und verbrachten dann einen gemütlichen Nachmittag, erkundeten ein wenig die Stadt, saßen in der Eisdiele herum und schrieben Karten. Gegen Abend suchten und fanden wir den Bahnhof, denn wir wollten nicht mit dem Auto nach Florenz fahren, denn dort ist die Parkplatzsuche etwas schwieriger. Wir kauften einen Fahrplan und stellten fest, dass es mehrmals am Tag Verbindungen nach Florenz gab und außerdem auch noch nach Siena.
Im Bahnhof war auch ein Restaurant, das nett aussah, das Essen war dann auch ganz gut, aber nur lauwarm. Aber dafür sprach der Kellner sehr gut Deutsch.

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Freitag 09.05.1986

Italienkarte Karte mit Volterra Nach dem Frühstück brachen wir auf, um uns zwei sehr bekannte Orte der Toskana anzusehen.
Zunächst fuhren wir in das ca. 65 km entfernte San Gimignano. 929 wurde der Ort, der sich durch sein mittelalterliches Stadtbild auszeichnet, erstmals erwähnt. Im 12./13. Jahrhundert war die Stadt freie Kommune, ehe sie sich 1354 Florenz unterwarf. Typisch sind die hohen viereckigen Adelstürme, wie sie die lokalen Aristokraten neben ihren Palazzi bauten – ursprünglich als Festung, später mehr als Aussichtsturm. Auch andere Städte haben den einen oder anderen derartigen Turm. Aber in San Gimignano stehen noch 13 Stück davon. Alles in allem: eine Stadt wie aus dem Märchenbuch, in einer Landschaft, die in ihrer unversehrten Schönheit genau dazu passt. Wir schlenderten durch die Stadt und ließen sie auf uns wirken, auch hatten wir Glück, denn die großen Touristenmassen waren noch nicht unterwegs.
Anschließend fuhren wir nach Volterra, noch mal etwa 20 km weiter. Volterra ist ein uralte Stadt, eine der ältesten in Italien. Sicher ist, dass Volterra schon im 7. Jahrhundert v. Chr. Eine der wichtigsten etruskischen Siedlungen war und damals dreimal so groß wie heute. Im Mittelalter hatte sie einige Zeit alle Rechte einer freien Stadt, bevor sie unter florentinische Herrschaft kam. Aus diese Epoche der Unabhängigkeit stammen die schönsten Bauwerke der Stadt. Im Zentrum liegt die malerische, mittelalterliche Piazza die Priori mit ihren schönen Palästen. Einer davon, der Palazzo die Priori, enthält eine beachtliche Sammlung von Gemälden aus dem 13. bis 17. Jahrhundert. Vom Turm hat man einen weiten Blick in alle Himmelsrichtungen. Südwestlich vom Platz erhebt sich der wuchtige Dom. Er war ursprünglich romanisch, wurde im 13. Jahrhundert umgebaut und enthält sehenswerte Fresken sowie eine frühgotische Kanzel.

etruskisches Tor Volterra San Giminiano

Besonders imponierend ist die Porta all’Arco im Süden der Altstadt, ein etruskischer Torturm, Bestandteil der einst über sieben Kilometer langen Stadtbefestigung. Von diesen Mauern finden sich noch überall Reste, malerisch von Efeu überwachsen.
Vom römischen Amphitheater aus der Zeit des Kaisers Augustus sind ebenfalls Teile erhalten geblieben, besonders die Bühne. Auch hier in Volterra hielten wir uns längere Zeit auf.
Zurück in Empoli gingen wir zunächst wieder in unsere Eisdiele, später aßen wir dann im Hotel zu Abend.

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Sonnabend 10.05.1986

Italienkarte Karte mit Florenza Dom in Florenz Mit dem Zug um kurz vor 10:00 Uhr fuhren wir nach Florenz. Die Fahrt dauert nur ca. eine halbe Stunde.
Florenz, (italienisch: Firenze), die alte Hauptstadt der Toskana, jetzt Hauptort der gleichnamigen italienischen Provinz und Sitz einer Universität sowie eines Erzbischofs, liegt im nördlichen Teil der Region Toskana malerisch zu beiden Seiten des Arno, umgeben von den Vorhöhen des Apennin.
Während im Altertum Italien in Rom aufging, war der Mittelpunkt der geistigen Entwicklung vom Mittelalter bis zur Neuzeit vorzugsweise Florenz. Von hier ging die Schöpfung der italienischen Schriftsprache und Literatur aus, hier erwuchs die Blüte der italienischen Kunst. Seit der Renaissance hat sich Florenz seinen Rang als Zentrum von Kunst und Kultur bewahrt, und es hat das Stadtbild seiner Glanzzeit erhalten. Die Kirchen, Paläste, Plätze und Brücken, Fresken und Gemälde, die in den Jahrzehnten seiner kulturellen Blütezeit entstanden, blieben bestehen.
Kuppel im Dom in Florenz Die Florentiner haben seit dem Mittelalter als tüchtige Handwerker, geschickte Kaufleute und ordentliche Verwalter ihrer Stadt stets Wohlstand gesichert. Zeitweise beherrschten Florentiner Banken den Geldmarkt Europas, ihrer Bankiers beeinflussten europäische Politik. Die Herrscherfamilie der Medici verdankt ihren Aufstieg dem Erfolg in Handels- und Bankgeschäften. Da es Florenz nicht gelang, den anderen italienischen Staaten an politischer Macht ebenbürtig zu werden, verlor es seinen wirtschaftlichen Rang, so dass es heute weder als Handels- noch als Bankenzentrum international hervorragt. Reichtum erwarben sich die Florentiner durch die Textilindustrie, die noch heute als Bekleidungsindustrie ein wichtiger Einkommenszweig ist. Das hochentwickelte Handwerk hat seine künstlerischen Traditionen bewahrt. Chemische und pharmazeutische Betriebe, der Kunst- und Antiquitätenhandel, Druckereien und Verlage stellen die meisten Arbeitsplätze. Auch die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Toskana werden vielfach in Florenz weiterverarbeitet.
Florenz ist Anziehungspunkt vieler in- und ausländischer Besucher. Der Besucherstrom reißt das ganze Jahr über nicht ab, das gesamte Dienstleistungsgewerbe spielt eine wichtige Rolle in der Stadt. Geschichte: Das etruskische und römische Florentia tritt in der alten Geschichte wenig hervor. Blick von der Kuppel auf Florenz Zu Anfang des 13. Jahrhunderts schwang sich die Stadt durch Kriegsglück und Gewerbefleiß (Wolle, Seide) zur angesehensten in Mittelitalien auf; doch wurden die herrschenden Adelsgeschlechter durch fortgesetzte innere Kämpfe zwischen Guelfen (Anhänger des Papsttums) und Ghibellinen (Anhänger der Hohenstaufen) geschwächt. Allmählich erstarkten die Zünfte, die 1282 die Regierung an sich brachten.
In der Literatur glänzt Florenz vor allem durch Dante Alighieri (1265-1321), den Dichter der "Göttlichen Komödie" und großen Schöpfer der italienischen Schriftsprache, ferner durch den ersten seiner Erklärer, Giovanni Boccaccio (1313-1375), der als Erzähler in seinem "Decamerone" das Vorbild für den italienischen Prosastil schuf. Francsesco Petrarca (1304-1374), der dritte große Florentiner des 14. Jh.s, hatte hervorragenden Anteil an der Wegbereitung des Humanismus.


Loggia di Lanzi Im Jahre 1434 kam die reiche Kaufmannsfamilie Medici an die Macht, deren bedeutendste Mitglieder die Republik zu ihrer höchsten Blüte führten und zu einem Zentrum von Kunst und Wissenschaft machten. Im Jahre 1494 wurden die Medici vertrieben; ihr Gegner, der Bußprediger Girolamo Savonarola, endete 1498 auf dem Scheiterhaufen. Doch 1512 wurden die Medici durch spanische Truppen zurückgeführt, allerdings schon 1527 erneut vertrieben. Im Jahr 1530, nach der Einnahme der Stadt durch Karl V., setzte man Alessandro de Medici als erblichen Herzog ein, sein Nachfolger wurde 1569 Großherzog von Toskana. Mach dem Aussterben der Medici wurde 1737 das Land als Reichslehen an das Haus Lothringen gegeben, das mit Ausnahme der napoleonischen Zeit (1801-1814) bis 1860 herrschte. Dann schloss sich die Toskana dem neuen Italien an, und Florenz nahm als zeitweilige Hauptstadt des Königreiches einen bedeutenden Aufschwung.
Bis auf die Ende 1944 von deutschem Militär durchgeführte Sprengung der Arnobrücken, von denen die schönste, der Ponte Vecchio, glücklicherweise erhalten blieb und andere z. T. im alt3en Stil wiederaufgebaut wurden, überstand die Stadt den Zweiten Weltkrieg fast unversehrt. Im November 1966 entstanden nach tagelangen Regenfällen durch Hochwasser des Arno schwere Schäden an der historischen Bausubstanz.
Irgendwo in Florenz Als erstes besuchten wir den Dom, die Cattedrale di Santa Maria del Fiore ist ein mächtiger gotischer Bau., 1296 von Arnolfo di Cambio begonnen, seit 1357 von Francesco Talenti weitergeführt und 1436 geweiht. Die große achtseitige Kuppel gilt als Meisterwerk des Filippo Brunelleschi (1420-1434). Der außen mit verschiedenfarbigem Marmor verkleidete Bau ist 169 m land, in den Kreuzflügel 104 m breit; die Höhe der Kuppel beträgt 91 m. Das weiträumige Innere wird von strengen gotischen Frmen bestimmt und beeindruckt durch seine Kargheit.
Die Kuppel kann man besteigen, wahnsinnig anstrengend irgendsoetwas wie 496 Stufen, aber die Mühe lohnt sich wirklich. Vom Dach aus hat man einen wunderbaren Blick über Florenz, wir hatten auch Glück mit dem Wetter, es war klar und sonnig.
Nach der Kuppel und der Besichtigung des Domes und einem wohlverdienten Eis machten wir uns auf den Weg zur Piazza della Signoria, einst Forum der Republik, in ihrer jetzigen Gestalt seit 1386, mit dem Palazzo Vecchio und der Loggia die Lanzi als beherrschende Bauten. Der Palazzo Vecchio (Alter Palast), das Rathaus, ein burgartiges Gebäude mit einem 94 m hohen Turm, wurde 1298-1314 angeblich nach Plänen des Arnolfo di Cambio erbaut und im 15. Jh. auf der Rückseite erweitert.
Ponte Vecchio in Florenz An der Nordwestecke des Palastes steht der große Neptunsbrunnen, vor dem eine Steinplatte die Stelle von Savonarolas Scheiterhaufen bezeichnet. Neben dem Palazzo Vecchio steht die Loggia die Lanzi, eine nach den deutschen Landsknechten Cosimos I. benannte, offene Halle mit weiten Kreuzgewölben für Ansprachen an die Bevölkerung.
Dann schlenderten wir durch die Strassen, schauten in die eine oder andere Kirche und erreichten schließlich das Arnoufer am Ponte Vecchio. Das ist die älteste der Florenzer Arnobrücken, die 996 erstmals urkundlich erwähnt wird; nach wiederholter Zerstörung wurde sie 1345 erneuert. Sie überspannt den Arno an der schmalsten Stelle. Die Brücke war so breit, dass man zu beiden Seiten Arkaden baute, in denen bald Wohnungen und Geschäfte entstanden, die seit Ende des 16. Jahrhunderts nur noch von Goldschmieden bewohnt werden dürfen.
Mit dem Zug um 18:00 fuhren wir zurück nach Empoli, um den Tag beschaulich an unserem schönen Platz zu Ende gehen zu lassen.

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Sonntag 11.05.1986

Italienkarte Karte mit Vinci Zunächst fuhren wir nach Vinci, dem Geburtsort Leonardos. Das Städtchen liegt am Südhang des Monte Albano in einer wunderschönen fruchtbaren Landschaft. Wir parkten etwas außerhalb des Ortes und machten eine kleine Wanderung von etwa 2 Stunden, den Berg hinauf und genossen die schöne Natur.
Dann fuhren wir weiter nach Pistoia im äußersten Norden der Toskana, am Südhang der Apenninenkette. In der Römerzeit war Pistoria ein kleiner befestigter Platz an der Via Cassia von Florenz nach om. Im Jahre 1115 wurde die Stadt unabhängig. In der Mitte des 13. Jahrhunderts musste sich die Stadt jedoch der Überlegenheit von Florenz beugen.
Wir suchten eine Parkplatz für unser Auto und machten uns auf den Weg zur Stadtmitte. Das Schönste an Pistoia drängt sich beim Domplatz zusammen. Da steht die romanisch-gotische Basilika, daneben erhebt sich der Campanile, ein ehemaliger Festungsturm aus dem 12. Jh. Auf de anderen Seite es Domplatzes steht das gotische Baptisterium mit einem schönen Portal und einer ungewöhnlichen Außenkanzel. In Pistoia gibt es dann noch mehrer Kirchen und Paläste, die uns aber alles in allem nichts so besonders gefielen, die ganze Stadt war eher langweilig. Also beschlossen wir, sie wieder zu verlassen, doch dabei fiel uns auf, dass wir uns nicht gemerkt hatten, wo wir das Auto abgestellt hatten, wir wussten nur noch, dass es in der Nähe eines Reiterstandbildes gewesen war,

Pistoia Gegend bei Vinci

Leider hat Pistoia mehrere davon, wir kennen sie alle. Nach etwa zwei Stunden hatten wir das richtige Denkmal und somit auch unser Auto gefunden und fuhren erleichtert zurück nach Empoli.

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Montag 12.05.1986

Italienkarte Karte mit Siena Blick auf Siena Da wir wussten, dass es in Siena sehr schwierig ist, das Auto irgendwo abzustellen, fuhren wir mit dem Zug dorthin. Da der Bahnhof etwas außerhalb liegt, gönnten wir uns den Bus in die Stadt.
Siena liegt auf drei Hügelrücken, die im Zentrum der Altstadt aneinander stoßen. Die Altstadt ist für Autos gesperrt. Die große, weite und halbrunde Piazza del Campo ist der Mittelpunkt der Stadt, es ist einer der schönsten Plätze der Welt. An der Südseite der Piazza erhebt sich der Palazzo Publico, das Rathaus, ein großartiger gotischer Bau, 1208-1309 errichtet. Gegen Eintrittsgebühr birgt es Sehenswertes, viele Fresken, die Einblick in das spätmittelalterliche Leben Sienas geben und ein sehenswertes Museum zur Stadtgeschichte.
Unweit der Piazza steht auch der beeindruckende Dom, ein prächtiger romanisch gotische Bau, die Dombibliothek ist eines der schönsten Werke der Frührenaissance. Der Dom steht an der höchsten Stelle der Stadt. Der Zeitpunkt der Kirchengründung ist unbekannt, der Dom in seiner heutigen Gestalt wurde 129 begonnen und 1264 im Kuppelbau beendet, der Chor um 1317 nach Osten hin verlängert. Der Campanile stammt vom Ende des 14. Jahrhunderts. Dom in Siena Das Dommuseum grenzt an den rechten Seitenflügel des Domes, gegen Eintritt kann man es besuchen, und was das beste daran ist, es gibt dort ein wunderbare Aussichtsplattform. Von dort oben liegt einem der ganze Dom zu Füßen, vom Campo fast die ganze Muschel und der schlanke Turm des Rathauses. Am eindrucksvollsten aber sind ganz einfach die Dächer von Siena. Dicht aneinander gedrängt ziehen sich die Häuserzeilen mit den siena-roten Tonziegeln an den Hügelkämmen entlang. Der Aufstieg hatte sich wirklich gelohnt und wir blieben ziemlich lange dort oben und genossen die Aussicht.
Anschließen schlenderten wir noch durch diese wunderschöne Stadt und verbrachten dort den Rest des Tages. Am frühen Abend fuhren wir mit dem Zug wieder zurück nach Empoli.

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Dienstag 13.05.1986

irgendwo in Florenz Noch einmal fuhren wir mit dem Zug nach Florenz. Südlich vom Palazzo Vecchio und von der Loggia die Lanzi erstreckt sich bis zum Ufer des Arno der Pallazo degli Uffizi, ein 1560-1574 errichtetes ehemaliges Verwaltungsgebäude, das heute die weltberühmte Kunstsammlung Galleria degli Uffizi (kurz "die Uffizien" genannt) enthält, einer der ersten Gemäldesammlungen der Welt, die einen nahezu vollständigen Überblick über die florentinischen Malerschulen gewährt, aber auch bedeutende Werke oberitalienischer, besonders venezianischer Maler, ausgezeichnete Beispiele niederländischer und altdeutscher Meister sowie eine Reihe antiker Bildwerke einschließt. Wenn man allerdings nicht so der richtige Kunstkenner ist, wird man von dem Angebot an Tausenden von Porträts fast erschlagen und irgendwann sehen sie dann alle gleich aus. So gaben wir dann nach dem dritten Stockwerk auf.
Wir bummelten quer durch die Stadt, denn wir wollten uns noch ein Museum ansehen. An der Via della Colonna liegt der Palazzo della Crocetta (1620) in dem seit 1870 das archäologische Museum untergebracht ist, mit einer guten Sammlung etruskischer, griechisch-römischer und ägyptologischer Sammlung.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig