Flagge Griechenland

Reisebericht Griechenland 2006
Kos

Flagge Griechenland

Sonnabend 16.09.2006

Griechenland Karte die Moschee in Kos Stadt Um 7:45 brachen wir auf, fuhren nach Samos Stadt zum Hafen und gaben unser Auto ab. Die Fähre sollte um 8:50 abfahren, war aber um 9:00 Uhr noch weit und breit nicht zu sehen, sie kam schließlich um 9:30. Ein etwas älteres, etwas abgewirtschaftetes Gefährt von Lane Lines. Sie fuhr dann auch gleich los und im Vorbeifahren konnten wir dann noch mal Pythagorio sehen.
Um 15:00 kamen wir in Kos an. Mit unseren Koffern gingen wir gleich zielstrebig zum Hotel Kamelia, es ist zwar nicht weit, aber mit unserem Gepäck zog es sich doch etwas in die Länge.
Wir bekamen ein Zimmer im Erdgeschoss, leider etwas dunkel und fragten gleich nach, ob wir irgendwann tauschen könnten in ein Zimmer im ersten oder zweiten Stock. Sie hatten sogar Einzelzimmer und so musste Brigitte für ihr Zimmer auch nur die Hälfte bezahlen.
Wir packten unseren Kram aus und machten uns dann gleich auf den Weg zum Strand, wir wollten sehen, ob es unsere Taverne am Strand "bei Angelica" noch gab. Wir fanden es auch problemlos wieder, die Taverne war noch da. Der Wirt Dimitri erkannte uns zwar nicht direkt wieder, aber es war ja auch 6 Jahre her, dass wir hier gewesen waren.
Zum Abendessen versuchten wir unser Restaurant am anderen Strand in der Nähe des Hotels wieder zu finden, aber das gab es offensichtlich nicht mehr.
Kos ist eine attraktive, einladende Insel, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat: weite Sandstrände, klares Wasser, gut erhaltene Sehenswürdigkeiten, winzige Bergdörfer und viel Kultur - von Hippokrates bis zu den Rittern des Johanniterordens. Fläche knapp 290 qkm, Küstenlänge ca. 120 km. Von Westen nach Osten ist Kos fast 50 km lang, an der schmalsten Stelle misst die Insel nur 1,4 km.

nach oben

Sonntag 17.09.2006 / Montag 18.09.2006

Wir hatten irgendwie genug davon uns irgendetwas anzusehen und legten zwei Strandtage ein, die wir natürlich auf den Liegen von Angelica verbrachten.
Am Sonntag war es leider etwas windig und kühl, der Montag war sonnig und warm, auch der Wind hatte deutlich nachgelassen.

am Strand bei Angelica und Dimitri am Strand bei Angelica und Dimitri

Das Wasser war uns "Mädels" allerdings zu kalt zum Baden, Rolf war jedoch mutiger und stürzte sich in die Fluten. Von unserem Hotel bis zu unserer Strandstelle sind es etwa ein halbe Stunde zu Fuß, quer durch die Stadt und so gab es auch auf dem Hin und Rückweg doch immer jede Menge zu sehen.

nach oben

Dienstag 19.09.2006

Gegen 10:00 machten wir uns auf den Weg, um uns die Sehenswürdigkeiten von Kos-Stadt anzusehen. Unser Weg führte uns zunächst zum Kastell, der Burg Neratzia. Die Burg (auch als Johanniter-Festung oder Johanniter-Kastell bezeichnet) liegt am Eingang des Mandráki-Hafen. In der Antike bildete das Gelände der Burg eine kleine, vorgelagerte Insel, die mit der Hauptinsel über eine Brücke zu erreichen war. Noch heute ist die Brücke zu sehen. Sie führt über die Palmenallee, die während der italienischen Besatzung an Stelle des Wassergrabens errichtet wurde. Bereits vor der Ankunft der Johanniter standen hier Festungsanlagen zum Schutz des Hafens.

Burg Neratzia Burg Neratzia

Die Johanniter-Burg besteht aus zwei Verteidigungsringen. Der innere Ring entstand im frühen 14. Jh., kurz nachdem sich die Johanniter auf Kos niederließen. Er wird an den Ecken von vier runden Türmen begrenzt und von einem Wassergraben umschlossen, über den eine Zugbrücke führt.
Der südöstliche Turm des inneren Ringes bildet einen Teil des größeren, äußeren Ringes. Dieser wurde am Ende des 15. Jh. erstellt, um der zunehmenden Bedrohung durch das osmanischen Reich zu begegnen (Angriffe von Sultan Bayazit I. auf Kos). Der äußere Mauerring wurde deshalb mit Zinnen, Schießscharten und massiven Bastionen an den vier Ecken versehen.

Burg Neratzia Blick von der Burg Neratzia

Für den Bau der Burg wurden neben örtlichem Gestein, auch Bruchstücke der antiken Stadt verwendet. An der Oberseite des Mauerwerks befinden sich zahlreiche Wappen. Am Haupteingang ist ein hellenistisches Fries mit Gesichtern und steinernen Girlanden zu sehen. Der älteste erhaltene Teil der Festung ist der runde Turm links von der Zugbrücke. Er trägt das Wappen von zwei Ordensgroßmeistern. Der Bau des äußeren Ringes begann im Jahr 1495, die Arbeiten wurden 1514 abgeschlossen.
Gegenüber dem Eingang der Johanniter-Burg steht eine große Platane, die Hippokrates Platane, die dem ganzen Platz ihren Schatten spendet. Hippokrates selbst soll sie vor 2400 Jahren gepflanzt und unter dem Baum Medizin gelehrt haben. Als der Apostel Paulus ein paar Jahrhunderte später nach Kos kam, lehrte er unter dem selben Baum das Christentum. Auf der einen Seite der Platane gibt es eine arabische Inschrift. Neben der Platane des Hippokrates sind aus den Wurzeln des alten Baumes zwei neue Triebe gewachsen. Wenn der alte Baum stirbt, werden seine Nachkommen weiterleben. Der längst hohle Stamm des Baumes hat sich inzwischen weit geöffnet. Nur die Rinde steht noch, die mit einer schützenden roten Farbe angestrichen wurde. Die Äste werden schon seit vielen Jahren mit Eisenstangen gestützt, damit sie wegen ihres Gewichtes nicht brechen.

Odeon Odeon

Unser Weg führte uns weiter zur Casa Romana, einer römischen Villa, die 554 n. Chr. bei einem Erdbeben zerstört und 1934 von den Italienern rekonstruiert wurde. Die Anlage vermittelt einen guten Eindruck von der Wohnkultur der Römer. Mit Wandmalereien ausgestattete Räume gruppieren sich um drei Innenhöfe mit Säulengängen und Bodenmosaiken. Leider hatte die Casa Romana wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen.
Wir gingen dann die Straße noch etwas weiter und stießen inmitten von Orangenbäumen und Zypressen auf das Odeon, ein antikes Theater aus dem 2. Jh. n. Chr. Das halbrunde Theater wurde restauriert und hier finden gelegentlich Konzerte und Aufführungen statt.

Westliche Ausgrabungen Westliche Ausgrabungen

Gegenüber vom Theater befinden sich die Westlichen Ausgrabungen. Mehrere hundert Jahre lang war das Gebiet ungenutzt und wurde nicht neu bebaut. Die alten Bauwerke blieben deshalb in einem relativ guten Zustand.
Auf dem Gelände gibt es zwei antike Strassen. Die in ost-westlicher Richtung verlaufende Strasse heißt Decumana. Sie wurde von Säulenhallen gesäumt und kreuzt die kleinere Strasse. Die kleinere Strasse heißt Via Cardo (wörtlich Achse) und führte wahrscheinlich zum Hafen. Auf beiden Seiten der Strasse sieht man Steinplatten, die Spuren von Fahrzeugen der damaligen Zeit aufweisen.
Den Rest des Nachmittags verbrachten wir auf unserem Balkon. Zum Abendessen gingen wir in das www.kos-info.de empfohlene Restaurant Olympiada. Wir wurden nicht enttäuscht, das Essen war wunderbar. Ein wenig getrübt wurde unser Appetit von einer kleinen, schwer verletzten Katze, deren eines Beinchen um Unterschenkel nur noch aus dem bloßen Knochen bestand. Sie tat uns unendlich leid, aber helfen konnten wir ihr auch nicht, sondern nur ein paar Brocken zu Fressen zukommen lassen.

nach oben

Mittwoch 20.09.2006

Nach unserem Besichtigungstag hatten wir wieder Lust auf Strand und gingen wie immer zu "Angelica", enterten drei Liegen und ließen es uns wohl ergehen. Leider fing es plötzlich zu regnen an. Erst versuchten wir unter einem Sonnenschirm trocken zu bleiben, aber es sah so aus, als ob es länger regnen wollte. Leider ist die Taverne von Dimitri und Angelica nicht überdacht, also dort hinsetzen konnten wir uns auch nicht, also flüchteten wir in die Nachbar-Taverne wo es schon rappelvoll war. Aber die Wirtsleute besorgten irgendwoher noch einen Tisch und drei Stühle für uns und so blieben wir dann doch einigermaßen trocken.

auf dem Heimweg durch Kos Stadt auf dem Heimweg durch Kos Stadt

Natürlich fühlten wir uns dann auch verpflichtet eine Kleinigkeit zu essen. Der Regenguss dauerte etwa zwei Stunden, dann hörte es endlich wieder auf. Da nun alles nass war, machten wir uns dann auch bald auf den Heimweg. Zum Abendessen gingen wir wieder ins Zentrum von Kos-Stadt, dieses Mal an den Diagora Platz und versuchten es im Restaurant Kapilio. Das Essen war zwar mit dem im Olympiada nicht zu vergleichen, aber allemal besser als alles andere, was wir bis jetzt probiert hatten.

nach oben

Donnerstag 21.09.2006/ Freitag 22.09.2006

Beide Tage verbrachten wir faul am Strand. Am Freitag beschlossen Brigitte und ich noch mit dem Inselbähnchen eine Rundfahrt zu machen, das hatte uns auf Rhodos eigentlich sehr gut gefallen. Leider war die Rundfahrt durch Kos - Stadt nicht so interessant, wir hatten alles schon gesehen, was Neues wurde nicht geboten. Wir fuhren sogar an unserem Hotel vorbei. Wahrscheinlich sollte man diese Fahrt dann doch lieber am ersten Tag machen, um einen Eindruck zu bekommen, dafür ist es sicher nicht schlecht.

Touristenbimmelbahn in Kos Stadt am alten Hafen in Kos Stadt

Zum Abendessen waren wir an unserem letzten Tag im Restaurant Ambrosias, das von der Einrichtung her sehr nett aussah. Aber das Essen war teuer und schlecht, man saß nur ganz nett auf dem Balkon.
Nach dem Abendessen schlenderten wir noch durch die malerischen Gassen der Stadt, kauften noch das eine oder andere Mitbringsel und saßen dann am späten Abend noch ein wenig auf unserem Balkon herum.

nach oben

Sonnabend 23.09.2006

Wir frühstückten gegen 9:00, packten dann unsere Sachen zusammen und saßen noch eine Weile auf der Terrasse des Hotels herum und tranken einen Kaffee. Gegen 12:00 ließen wir dann ein Taxi kommen, das uns zum Flughafen brachte, wo wir nun auch viel zu früh waren. Unser Flug nach Athen war pünktlich um 14:10 und wir kamen ebenso pünktlich um 15:10 in Athen an. Ich hatte mich schon auf den Flug gefreut, denn es war ein kleiner Propeller - Flieger und wir hofften auf schöne Ausblicke auf Athen. Aber weit gefehlt, ab kurz vor Athen war alles voller Wolken, die auch noch sehr tief hingen, und so sahen wir überhaupt nichts, dann fing es auch noch fürchterlich an zu regnen um nicht zu sagen, es schüttete wie aus Eimern.

unser Flieger nach Athen letzter Blick auf Kos

Also verbrachten wir den Nachmittag auf dem Flughafen (sehr langweilig). Wir sollten eigentlich um 20:55 Uhr fliegen, als wir gerade dachten, wir hätten es nun bald geschafft, erschien auf der Anzeige eine Verspätung von einer Stunde. Endlich geflogen sind wir dann erst um 23:35 und kamen um 1:35 in Berlin Schönefeld an. Begründung der Verspätung war das schlechte Wetter in Athen. Alle anderen Fluggesellschaften schienen das aber nicht gemerkt zu haben, denn nur Easyjet hatte Verspätung.

nach oben

letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig