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Reisebericht Trkei 2010 Alanya

Freitag 26.02.2010

Trkei Karte mit Alanya Um 6:45 Uhr brachen wir von zuhause auf, der Abflug ab Tegel war dann erst um 8:45. Zunchst flogen wir nach Hannover, dort wurden die ankommenden raus und neue Fluggste reingelassen und wir flogen um 12:30 Uhr wieder ab.
Um 14:45 Ortszeit landeten wir in Antalya. Das Wetter war bewlkt, aber doch etwas wrmer als in Berlin.
Kaptan Hotel Empfang Mit einem Minibus ging es dann auch bald los, wir stoppten nur in Belek und lieen dort unsere einzigen Mitreisenden raus, machten noch eine kleine Pause und waren dann kurz vor 18:00 Uhr in unserem Hotel Kaptan.
Der erste Eindruck vom Hotel war gut. Wir bekamen zwei schne Zimmer mit Blick auf die Bucht und packten dann unseren Krempel aus. Ab 19 Uhr gab es Abendessen im 5. Stock, wunderbarer Blick. Das Bffet war sehr gut, jede Menge interessanter Vorspeisen, ein schnes Salatbffet, vier unterschiedliche Hauptgerichte und eine riesige Auswahl von kstlichem Nachtisch.
Danach machten wir noch einen kleinen Spaziergang in der Hotelumgebung bis zum roten Turm und besorgten uns noch etwas zu trinken in einem Minimarkt. Da es recht khl war, beendeten wir unseren Spaziergang.
Den Rest des Abends verbrachten wir in unserem Zimmer und gingen dann auch frh schlafen, das frhe Aufstehen hatte uns wohl doch etwas ermdet.
Blick vom Balkon am Abend Alanya liegt im Osten des gleichnamigen Golfs am Fu eines 250 m hohen Burgfelsens. Von der Kste steigt das Land fast unmittelbar zum 2647 m hohen, zum Taurus-Gebirge gehrenden Ak Dag auf. Auf dem schmalen Kstenstreifen gedeihen unter Bewsserung Zitrusfrchte und Baumwolle.
Die ungeschtzte Lage am Meer und der bescheidene Kstenstreifen lieen keine besondere wirtschaftliche Entfaltung zu. Industrie gibt es so gut wie keine, stattdessen hat sich der Tourismus seit den 50er Jahren besonders gut entwickelt. Die Vorzge Alanyas - sein Klima und seine Strnde - haben dazu beigetragen. So gehrt die Stadt heute neben Antalya und Side zu den Tourismuszentren der Sdkste.
Die Stadt hie in der Antike Korakesion und war eine Grenzbefestigung and der Grenze zu Pamphylien. Im 2. Jh. v. Chr. errichteten Piraten auf dem Berg der Halbinsel eine Burg, die spter von den Rmern zerstrt wurde. Marcus Antonius, der 42 v. Chr. die stliche Hlfte des rmischen Reiches erhielt, schenkte seiner Geliebten, der gyptischen Knigin Cleopatra, das Gebiet um Alanya. Doch erst unter der Herrschaft der Seldschuken erlangte die Stadt eine gewisse Bedeutung. Sie wurde im 13. Jh. zu einem Flottensttzpunkt ausgebaut, damals entstand die Burganlage.

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Sonnabend 27.02.2010

Um 8:00 trafen wir uns zum Frhstck, das Bffet war wirklich recht gut, es gab sogar gebratene Eier nach Wunsch. Die Wurstauswahl war wie erwartet etwas drftig, aber es gab Kse, grne Gurke und Tomate und kstliche Oliven.
Nach dem Frhstck liefen wir etwas in der Hotelumgebung herum, in der Sonne war es herrlich warm. Um 11:00 Uhr trafen wir uns mit unserem Freund Felix, der das Winterhalbjahr immer in Alanya in seiner Wohnung verbringt.

Blick vom Balkon am Tage Kaptan Hotel


In einem kleinen Restaurant am Hafen, neben dem roten Turm trafen wir dann noch den Sohn von Felix, der auch gerade in Alanya zu Besuch war und tranken dort einen guten trkischen Kaffee. Wir verabredeten uns fr den nchsten Tag mit Felix und Daniel, um etwas gemeinsam zu unternehmen.
Die beiden brachen wieder nach Hause auf und wir machten uns auf die Suche, nach dem Restaurant, wo wir vor drei Jahren so gut gegessen hatten, fanden es aber nicht. Blderweise hatte ich mir den Namen und die Adresse nicht aufgeschrieben. Also beschlossen wir woanders zu Mittag zu essen und liefen so in Alanya herum um etwas passendes zu finden, hatten aber dauernd was auszusetzen. Schlielich kamen wir durch eine kleine Strasse hinter der Hauptmoschee und siehe da, dort war auch unser Restaurant, wir hatten es alle drei an der falschen Stelle gesucht. Es war wieder sehr gut, sehr schn auch, dass die Speisen in einer Vitrine anzuschauen sind, man sieht gleich was man bestellt. Es saen jede Menge Anzugtrger im Restaurant, offensichtlich eine beliebter Ort der Bank und anderen Angestellten fr die Mittagspause.

nettes Caf am roten Turm Blick vom Caf auf den Hafen

Da ich mir eine Lederjacke kaufen wollte, machten wir uns auf den Weg in die Damlatas-Strasse, weil uns Felix dort seinen Lederladen empfohlen hatte. Wir fanden auch einen Laden und ich auch eine Jacke, aber wie sich am nchsten Tag herausstellte, war es gar nicht sein Lederladen gewesen. War aber auch ein netter Mensch und wir mussten auch fr die Jacke nicht bermig viel bezahlen. Etwas irritierend war nur, dass in Alanya alle Preise in Euro angegeben werden, scheint sich doch um eine Art Schattenwhrung zu handeln.
Wir gingen anschlieend die Strasse noch weiter in Richtung Kleopatra-Strand (an dem wir drei Jahre zuvor gewohnt hatten) und tranken dort in der Sonne sitzend ein schnes Efes-Bier.
Als die Sonne weg war, wurde es doch recht khl. Wir schauten uns noch unser Hotel von vor drei Jahren an, es war offensichtlich renoviert worden und sah recht gut aus.
Wir machten uns auf den Weg in unser Hotel zurck und hatten Glck, wir waren gerade angekommen, da fing es an zu regnen. Es hrte auch nicht mehr auf, wurde sogar noch schlimmer.
Das Abendbffet war wieder prima. Wegen des Regens blieben wir im Hotel und verbrachten den Abend mit Lesen und Fernsehen, es wurde fast alle deutschen Programme angeboten.

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Sonntag 28.02.2010

Um 8:00 trafen wir uns zum Frhstck, das Bffet war wieder gut. Das Wetter lie etwas zu wnschen brig, grau und kalt. Also lieen wir uns Zeit und kurz nach dem Frhstck rissen die Wolken auf und die Sonne kam heraus und so konnten wir uns auf unseren Balkon setzen.
Kurz vor 11 Uhr gingen wir wieder ins Caf am Hafen, um einen trkischen Mokka zu trinken und Felix und Daniel kamen dann auch bald. Die Mnner wollten auf die Burg laufen, aber uns Mdels war es zu anstrengend und so rief Felix seinen persnlichen Taxifahrer an, der uns beide nach oben bringen sollte.

Hafenpanorama

Wir waren natrlich frher da und der Taxifahrer, der recht gut Deutsch sprach, zeigte uns eine Ecke an der Burgmauer, die wir auch noch nicht kannten und wo wir einen wunderbaren Blick auf einen teil der Burgmauer und das blaue Meer hat.
Dann fuhren wir weiter an den Eingang zum Burggelnde und warteten auf die Sportlichen, aber etwas spter rief dann Felix an, sie seien in einem Caf an der Moschee und so fuhren wir zum Tee trinken auch dorthin. Neben dem Caf, es gehrte sozusagen dazu, gab es einen kleinen Laden mit allem mglichen Krimskrams und auch vielen schnen Schals, also wurde auch einer gekauft.

Blick von Alanya auf die Burg Blick von der Burg auf Alanya

Wir spazierten dann noch zur ehemaligen Karawanserei und sahen dort eine unterirdische Zisterne mit sehr steilen Treppen nach unten, die zu einer groen Halle mit einem bemerkenswerten Echo fhrten. Leider konnten wir nicht ganz herunter gehen, denn dort stand das Wasser zu hoch. Die Karawanserei war vor ein paar Jahren zu einem Hotel umgebaut worden, es sah auch sehr gut aus, von der Hotelterrasse ein wunderbarer Blick auf Alanya, ein sehr schner groer Swimmingpool, aber das Hotel durfte nicht mehr betrieben werden, weil nun alles unter Denkmalschutz stand. So ein Quatsch, der Umbau war doch sowieso schon passiert.

Sleymaniye Cami der ist aber alt geworden

Danach trennten sich unsere Wege. Der Taxifahrer brachte uns zu einem Restaurant, wir hatten was typisch Trkisches gewollt. Es lag auch etwas abseits der Touristenpfade und es waren auer uns auch keine Touristen dort, sondern nur Eingeborene. Das Essen war nicht schlecht, aber auch nicht besonders teuer. Wir fanden trotzdem, dass es in unserem kleinen "Stammlokal" besser schmeckt. Auf dem Rckweg kamen wir ber den groen Atatrkplatz und von dort zur Hafenpromenade, dort tranken wir in einer der Lokale erst mal einen Kaffee und gingen dann wieder zum Lederladen um meine Jacke abzuholen, denn natrlich hatten die rmel gekrzt werden mssen. Nun fanden wir auch zwei Huser weiter den Laden, den Felix eigentlich gemeint hatte und dort gab es dann eine schne Jacke fr Rolf.
Dann machten wir uns auf den Rckweg zum Hotel und da es noch nicht ganz so kalt war, setzten wir uns noch in das Gartenrestaurant, das zu unserem Hotel gehrt, denn von dort aus hat man auch einen schnen Blick auf die Bucht.
Zum Abendessen waren wir dann wieder im Hotel, es war wie immer gut. Da wir schon viel herumgelaufen waren, blieben wir am Abend zuhause, es war ja schlielich Sonntag und Tatortzeit.

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Montag 01.03.2010

Frhstck wieder um 8:00 Uhr, danach auf dem Balkon sitzen und lesen und die Sonne genieen. Gegen elf kam machten wir dann einen Spaziergang an der Hafenpromenade und auf die Mole bis zum kleinen Leuchtturm, leider wurde gerade gebaut und wir konnten nicht hinauf. Wir schlenderten also zurck und tranken wieder mal einen Kaffee am Hafen.

Das Schiff Carpe Diem auf dem Schiff Carpe Diem


Gegen 13 Uhr waren wir dann am Schiff "Carpe Diem" im Besitz eine deutsch-trkischen Paares. Dort trafen wir dann wieder Felix und Daniel und noch zwei Ehepaare, denn wir wollten einen Ausflug aufs Wasser machen. Gegen 13:30 gin es los, wir fuhren um den Burgberg herum, fuhren ganz dicht an eine der Hhlen heran und einem aus der Schiffsbesatzung gelang es zwei Fischchen zu fangen, die uns aber nur leid taten. Wir hatten einen schnen Blick auf die Burg, den Ortsteil auf dem Berg wo diese Moschee stand bei der wir am Vortag schon gesessen und entdeckten auch ein paar Ziegen, von denen es auf dem Burgberg ganz viele geben soll. Wir fuhren dann fast bis an den Kleopatrastrand heran. Dort blieben wir eine Weile in der herrlichen Sonne vor Anker, fuhren aber schlielich doch zurck und ankerten vor der alten Werft. Dort wurden dann klitzekleine Fischchen gebraten, auf trkisch heien sie Namsi, in Griechenland kenn man sie unter Marides. Eigentlich isst man sie mit Kopf und Grten, aber da mir das nicht schmeckt, habe ich nur die "Filets" gegessen, was etwas mhsam war.

Blick vom Schiff auf den Roten Turm Blick vom Schiff auf die Seldschukische Schiffswerft

Dazu gab es einen leckeren Salat. Da unser Ankerplatz im Schatten lag wurde es khl und so fuhren wir wieder etwas weiter hinaus und ankerten vor der Ostkste Alanyas, um doch noch die Sonne genieen zu knnen.. Gegen 17 Uhr waren wir dann wieder zurck im Hafen, ein netter Ausflug, den man wirklich empfehlen kann.
Den Abend verbrachten wir wieder im Hotel, denn um drauen herumzulaufen, war es wieder zu khl. Das Abendessen war wie immer sehr gut.

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Dienstag 02.03.2010

Um zehn Uhr waren wir mit dem Taxifahrer Adam verabredet. Er war pnktlich und wir fuhren nach Osten an der Kste entlang. Die Fahrt fhrte uns zunchst nach Mahmutlar, ca. 10 Km stlich von Alanya. Der Ort zieht sich auf einer Lnge von ca. 5 Km am Strand entlang. Auf der einen Seite der endlos lange Strand und das trkisblaue Mittelmeer, auf der anderen Seite die imposante Kulisse des Taurusgebirge und dazwischen die ppige Vegetation mit Oleander, Palmen, Orangen und Bananenplantagen. In Mahmutlar ist alles ein wenig ruhiger als in Alanya, man trifft hier auch noch Menschen, die nicht vom Tourismus leben. Wer den Rummel von Alanya doch ab und zu haben mchte, erreicht Alanya schnell, bequem und preiswert in wenigen Minuten mit dem Dolmus.

Landschaft bei Sapadere im Ort Sapadere

Dann fuhren wir weiter nach Demirtas, ca. 25 km stlich von Alanya, ein ruhiger sympathischer Ort, der auch noch nicht vom Tourismus lebt. Wir bogen dann nach links ab in die Berge nach Sapadere, 20 km oberhalb von Demirtas.
Im Winter 2007/08 wurde in dem sehr schnen Canyon bei Sapadere ein Pfad auf Stahltrgern an der Schlucht entlang errichtet, auf der Holzbretter verankert wurden, und so kann jetzt jeder normale Fugnger ohne Bergsteigerausrstung die Schnheit dieser Schlucht genieen.
Wir spazierten die etwa 600 Meter in die Schlucht hinein bis zu deren Ende, wo ein beeindruckender Wasserfall den Berg hinunter strmt und machten ganz viele Fotos. Im Canyon fhren Treppen, an Stellen wo baden mglich ist, zum Wasser, so das man sich im Hochsommer erfrischen kann. Wassertemperatur kaum mehr als 12 Grad, also eine echte Erfrischung. Neben den Treppen stehen Schilder, dass man bitte nicht betrunken schwimmen soll, aber selbst stocknchtern wrde ich niemals einen Fu in den reienden Bach setzen, ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich dort auf den Beinen halten kann und auerdem ist es viel zu kalt.

im Sapadere Canyon im Sapadere Canyon

Gegen 12:00 Uhr waren wir wieder zurck und wollten im Restaurant kurz vor der Schlucht etwas trinken, aber es waren gerade zwei Tourbusse mit jeder Menge Touristen dort angekommen, die alle essen wollten und das versprach lange Wartezeiten, also lieen wir es dann doch sein und fuhren zurck in den kleinen Ort Sapadere.
In Sapadere sahen wir an einem hbschen Fluss kleinen Pavillons am Ufer, die zu einem Restaurant gehren und kamen an einer uralten Mhle vorbei, die wohl auch noch funktioniert.
Dann kam der Besichtigungspunkt: typische trkische Familie. Wir saen in einem Haus auf der Terrasse herum, lchelten freundlich, bekamen einen Tee und der Fahrer unterhielt sich mit den Leuten auf trkisch und erklrte uns, dass sie von der Seidenraupenzucht lebten. Ein paar Kinder wuselten auch herum, wir gaben dann unser obligatorisches Bakschich und konnten dann wieder gehen.
Unser Fahrer berredete uns noch einen Besichtigungspunkt ins Programm aufzunehmen, den Dimcay Staudamm. Da der Ortsteil Alanya - Kestel auf dem Wege lag, nmlich an der Mndung des Dim Flusses, nahmen wir die Schwester des Seidenraupenbauern mit, weil es von Sapadere aus keinen Bus gibt, sie aber mit ihrem kleinen krebskranken Kind nach Antalya ins Kranhaus musste. Nachdem wir sie abgesetzt hatten fuhren wir am Dim Fluss entlang, vorbei an vielen "Fluss-Restaurants", wo man im Sommer sich beim Essen die Fe khlen kann. Auf kncheltief von Wasser bersplten Terrassen oder mitten in den Fluss gebauten Pavillons kann man Forelle oder Hhnchen essen, Mitgebrachtes selbst grillen oder einfach nur faul rum liegen und sich mit Tee verwhnen lassen. Wer sich nicht im eiskalten Wasser die Fe verkhlen will, hat auch noch Baumhusern mit Matratzen und niedrigen Tischen zur Auswahl.

Reglatr Ada Picknick Dimcay Stausee


Je weiter man in die Berge Richtung Staudamm fhrt, desto weniger touristisch werden die Picknickpltze. Unser Fahrer stoppte am "Reglatr Ada Picknick", eines der letzten kurz vor dem Staudamm. Wir waren die einzigen Gste, aber das Essen war lecker, nur wirkte alles etwas "ostig".
Nach dem Essen fuhren wir nun zum Staudamm, ein recht beeindruckendes Bauwerk von 135 Metern Hhe und fast 400 Meter Breite. Die Dim-Staumauer wurde nach langjhriger Bauttigkeit Ende 2008 fertig gestellt und im Dezember 2008 begann die Befllung. Nach einem Defekt an den Stautoren im Mrz 2009 wurde das gesamte Wasser wieder abgelassen und nach erfolgter Reparatur wurde der See im Winter 2009 / 10 erneut geflutet. Der Stausee dient sowohl der Energiegewinnung als auch der Wasserversorgung Alanyas. Wir schauten uns nun den Staudamm an, leider durften wir nicht auf die Staumauer. Noch sieht die Landschaft rund um den Staudamm sehr verwstet aus, aber im Laufe der Zeit werden die "Wunden" heilen, es ist nur traurig, dass dem See ein wunderschnes Tal zum Opfer gefallen ist, aber andererseits ist das Wasser, das nun kontrolliert zur Bewsserung der Landwirtschaft zugefhrt werden kann auch immens wichtig.
Nach der Besichtigung des Stausees fuhren wir nun zurck nach Alanya, tranken noch etwas auf der Terrasse des Hotels, gingen gegen 19:30 zum wieder guten Abendessen und verbrachten den Rest des Abends mit Lesen.

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Mittwoch 03.03.2010

Frhstck wie immer um 8 Uhr. Gegen 10 Uhr fanden wir uns bei der Autovermietung ein, nahmen unser Mietauto in Empfang und fuhren nach Manavgat.
Manavgat ist eine Kreisstadt der Provinz Antalya an der Trkischen Riviera mit ca. 80.000 Einwohnern; 75 km stlich von Antalya, 60 km nordwestlich von Alanya.

Haus zum Durchlesen in Manavgat irgendwo in Manavgat

Manavgat liegt in der fruchtbaren Ebene zwischen dem Taurus-Gebirge und dem Mndungsdelta des Flusses Manavgat. In der Ebene werden Baumwolle, Getreide, Sesam, viele Obst- und Gemsesorten sowie Blumen (teilweise in Gewchshusern) angebaut. Auch erste Bananenplantagen sind hier zu finden. Am Fluss wird Forellen- und Crevettenzucht betrieben.
In Manavgat wohnt ein groer Teil der im Tourismus in Side und den umliegenden Hotels ttigen trkischen Bevlkerung; der Ort dient als Logistikzentrum des Tourismus; daraus ist sein stetiges Wachstum zu erklren. Ansonsten ist Manavgat noch fr seinen groen, von Einheimischen wie Touristen besuchten Basar und Gewrzmarkt bekannt.
Wir fuhren etwa eine Stunde und fanden auch mit dem Auto die Markthalle wieder und auch einen Parkplatz direkt davor. In der Markthalle fanden wir dann auch "unseren" Laden mit der netten Besitzerin wieder und kauften auch natrlich wieder das eine oder andere Kleidungsstck.

Moschee in Side Hauptstrasse in Side in der Nicht-Saison

Anschlieend schlenderten wir noch etwas herum, auf der Suche nach einem netten Restaurant, wo man auch drauen sitzen konnte, denn das Wetter war sehr schn. Am Fluss fanden wir dann auch ein sehr ansprechend aussehendes Lokal mit bequemen Sthlen. Leider war das Essen eher schlecht, sie kochten es wohl auch nicht selber, sondern holten es aus irgendeinem Imbiss.
Zunchst wollten wir uns den berhmten Wasserfall in Manavgat ansehen, hatten dann aber doch keine Lust, Wasserfall hatten wir ja gestern gehabt. So beschlossen wir nach Side zu fahren, um zu sehen, was sich dort so verndert hat.
Die antike Stadt Side, teilweise unter dem heutigem Selimiye gelegen, ist ein bekannter Urlaubsort an der Trkischen Riviera. Die Stadt liegt 7 km sdwestlich von Manavgat. Side blickt auf eine etwa 3500 Jahre lange Vergangenheit zurck und war in der Antike eine bedeutende Hafenstadt in der Region Pamphylien, wie diese Landschaft an der mittleren Sdkste in der Antike genannt wurde. Von der antiken Hafenstadt sind viele Bauwerke erhalten geblieben.

Strasse zum Strand in Side der Strand in Side in der Nicht-Saison

Das antike Side liegt auf einer flachen Halbinsel mit Hafenanlagen an der Spitze. Der Kirchenhistoriker Eusebios (4. Jh.) datiert die Grndung der Stadt auf 1405 v. Chr., die antike berlieferung geht davon aus, dass Side etwa im 7. Jh. v. Chr. vom olischen Kyme aus gegrndet wurde. Die bedeutendsten Ruinen stammen aus der rmischen Epoche, dem 2. und 3. Jahrhundert. Weitere bedeutende Bauten entstanden, als Side im 5. oder 6. Jahrhundert Bischofssitz wurde. Die Stadt wurde vermutlich im 10. Jahrhundert verlassen. Ein Erdbeben zerstrte viele Bauwerke.
Wir parkten am Theater und gingen dann die Hauptstrasse hinunter bis zum Hafen. berall waren Baustellen, offensichtlich wurden alle Huser renoviert, die Geschfte sind jetzt alles richtige Lden, zum Teil schon fertig und es sah alles recht gepflegt und edel aus. Man konnte sich schon vorstellen, dass es zu Saisonbeginn sehr schn aussehen wrde. In eine Restaurant am Hafen tranken wir einen wirklich guten trkischen Kaffee und schlenderten dann anschlieend noch etwas herum. Das nette Seeruber-Restaurant war geschlossen, ob endgltig oder weil noch nicht Saison war, blieb uns verborgen. Der Strand wirkte vllig verlassen, die Strandbude gab es auch nicht mehr. Leider hatten wir schon in Manavgat gegessen, denn den sehr guten Dner Imbiss gab es immer noch, aber leider hatten wir nun keinen Hunger mehr.
Gegen 17 Uhr fuhren wir zurck. Der Abend brachte nichts Neues.

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Donnerstag 04.03.2010

Frhstck schon wieder um 8 Uhr. Um 10:30 brachen wir auf zu einem Shopping Bummel durch die Einkaufsstraen, aber es war wohl zu frh, fast alle Lden hatten noch geschlossen. Also erst mal zum Lederladen, weil das Futter von Rolf Jacke etwas fusselte, aber der Ledermensch meinte das gibt sich. Also zurck um wieder im Restaurant Tuna Locantasi, wo wir ja nun schon "Stamm" waren zu Mittag zu essen, wie immer war es preiswert und gut.

Denkmal in Alanya Touristen in Alanya

Rolf wollte noch zum Frisr und so trennten sich unsere Wege. Wir Mdels schlenderten noch etwas herum, waren es aber bald leid, berall angequatscht zu werden und nirgendwo in Ruhe gucken zu knnen, als hrten wir damit auf und gingen wieder ins Restaurant "Kervan" wo wir schon mal ein Radler bestellten und Rolf der Gutfrisierte gesellte sich dann auch bald zu uns. Da ein Kreuzfahrtschiff angelegt hatte, gab es eine Menge Leute zu sehen, die allesamt sehr sommerlich und schlecht gekleidet (kurze Hosen mssen auf so einem Schiff wohl Pflicht sein) durch die Stadt liefen.
Zurck zum Hotel und umziehen, denn anlsslich meines Geburtstages wollten wir uns etwas Besonderes gnnen und hatten im Restaurant Harbour - berraschender weise am Hafen - einen Tisch reserviert. Kurz vor halb sieben kamen wir dort an. Der Tisch war sehr hbsch mit Blumen geschmckt. Kurz nach uns kamen auch Felix und Daniel. Wir bestellten einen schnen leichten Rotwein. Es gab im Restaurant ein schnes groes Vorspeisenbffet, aber wir mussten nicht durch das ganze Restaurant gehen um uns dort was auszusuchen, sondern ein Kellner kam mit einem riesengroen Tablett, und so konnten wir die Vorspeisen am Tisch auswhlen.

Restaurant Harbour Restaurant Harbour

Zustzlich whlten wir noch zwei warme Vorspeisen, einmal Tintenfischringe, die sicherlich gut zubereitet waren, aber ich mag die Gummiringe nun mal nicht und auerdem Garnelenschwnze in Knoblauchbutter (ein Traum!). Daniel, Brigitte und ich suchten uns am Fischstand zwei hbsche Fische aus, Felix und Rolf bestellten sich etwas Nicht-Fischiges.
Die kalten Vorspeisen waren alle sehr lecker, die Garnelen, wie schon erwhnt waren wunderbar. Der Fisch wurde gegrillt und auch netterweise vom Kellner filetiert. Der Rotwein war leicht und trotzdem geschmackvoll und macht vor allem keine "stumpfen" Zhne.
Als Nachtisch gab es Obst, vom Restaurant spendiert und als wir nun schon alle pappsatt waren, kam als berraschung von Felix und Daniel bestellt, noch eine nette kleine Geburtstagstorte.
Wir blieben noch bis kurz vor Mitternacht, rundherum zufrieden. Die groe berraschung war die Rechnung, fr das kstliche Essen mit allen Getrnken fr 5 Personen mussten wir nur 380 TL bezahlen, also umgerechnet knapp 200 Euro, in einem gleichwertigen Restaurant bei uns in Deutschland htten wir bestimmt 380 Euro bezahlt.

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Freitag 05.03.2010

Gegen 10:30 Uhr trafen wir uns wieder mit Felix und gingen zusammen in Richtung Markt, begrten auf dem Weg dorthin seinen Taschenladenkumpel, den Lampenschirmladenkumpel und gingen dann zusammen zu seinem Apothekerkumpel. Felix ging dann zu seinem Friseur und wir zum Freitagsmarkt, ein sehr lebendiger, hauptschlich Obst und Gemsemarkt, aber auch allerlei Krimskrams, jedoch keine Touristenveranstaltung.
Immer, wenn ich ber diese Mrkte gehe, finde ich es richtig schade keine Kche zu Verfgung zu haben, denn das Gemse sieht immer so lecker und frisch aus und preiswert ist es auch noch.

Freitagsmarkt in Alanya Freitagsmarkt in Alanya

Weil wir nichts kaufen konnten, hrten wir mit unserem Marktspaziergang irgendwann auf und tranken unterwegs noch in einem sehr netten Caf einen wirklich guten trkischen Mokka und erfreuten uns an der wirklich guten Musik, die dort gespielt wurde. Leider habe ich mir den Namen des Cafs nicht gemerkt. Inzwischen war es Mittagsessenzeit und selbstverstndlich fanden wir uns in unserem Stammlokal ein. Auf dem Heimweg noch ein Zwischenstopp in einem sehr ansprechenden, weil nicht anquatschenden Klamottenladen. Zurck zum Hotel, unser Einkaufsgepck abladen und auf der Hotelterrasse Kaffe Trinken. Gegen 17 Uhr noch mal zum Harbour Restaurant, weil ich vergessen hatte, es von auen zu fotografieren, ebenso das Schiff Carpe Diem und dann noch in unser Trink-Stammlokal "Kervan" am Hafen um dort ein leckeres Efes Pilsen und die letzten Sonnenstrahlen zu genieen.

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Sonnabend 06.03.2010

Restaurant Kervan in Alanya An unserem letzten Tag hatten wir keine Lust mehr zu groen Unternehmungen und machten uns deshalb gegen halb elf auf den Weg zum Kleopatra Strand, um mal nachzusehen, wie es denn jetzt so in unserem Hotel Sipahi von vor drei Jahren aussieht. Wir erkannten es fast nicht wieder, es war renoviert und sah von auen richtig gut aus. Wir gingen dann die Strandstrae noch weiter, bis wir zu den Hotels kamen, die noch nicht wieder geffnet hatten. Dort war es uns dann zu langweilig und wir bogen nach rechts ab und kamen dann zur Hauptstrasse, dem Atatrk Boulevard, der auch zum gleichnamigen Platz fhrt. Auch hier gibt es jede Menge Geschfte zum Teil auch der besseren Art mit den echten Markenklamotten. An wieder einem unaufdringlichen Laden konnten wir auch ein paar Sachen nicht widerstehen. Wir lieen erst mal alles dort, denn meine Hosen mussten wie immer noch gekrzt werden und wir hatten keine Lust zu warten. Mit einem Zwischenstopp im Kervan zurck zum Hotel und die mden Fe etwas ausruhen.
Um 16:00 kamen noch mal Felix und Daniel zum Hotel und wir tranken auf der Terrasse ein Abschiedsbier.

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Sonntag 07.03.2010

letzter Blick auf unser Hotel Frhstck wie immer und anschlieend packende Szenen. In unseren kleinen Koffer passten nicht alle Einkufe hinein, aber glcklicherweise hatte Brigitte in ihrem Koffer noch Platz, und so mussten wir keine Tasche kaufen. Um 11 Uhr kam unser Bus. Irgendetwas in diesem Bus stank bestialisch und wir waren froh als wir um 12:45 am Flughafen ankamen.
Nun hatten wir noch jede Menge Zeit, kauften noch im Duty Free Shop ein (1. Fehler!) und nahmen das Jubilumsangebot am Efes-Bierstand an: ein 0,7 l Bier + eine Laugenbrezel fr "nur" 15 TL, aber daran konnten wir uns bis zum Abflug festhalten und waren auf diese Weise auch unsere letzten Trkischen Lira losgeworden.
Der Abflug war fast pnktlich um 15:10 Uhr und wir landeten 17:45 in Kln. Nachdem nun die Klner ausgestiegen waren, hie es erst wir knnten im Flieger bleiben, aber dann mussten doch alle raus und wir sollten auch unser gesamtes Handgepck mitnehmen. Also nahmen wir auch unsere Duty Free Tte mit (2. Fehler). Wir dachten nun, dass wir in irgendeinen Transitraum geleitet werden, aber weit gefehlt. Erstmal in die Ankunftshalle, dort einmal ganz herumlaufen und dann rauf zur Abflughalle und siehe da, wir waren wieder an der Einstiegskontrolle, das Gepck wurde durchleuchtet und dann wurde unsere 0,7 l Flasche Raki bemngelt, das seinen schlielich mehr als 100 ml. Es ntzte auch nichts, dass die Tte noch vom Duty Free Shop in Antalya versiegelt war. Wir mussten die Flasche Raki in die Mlltonne werfen, das seien EU-Richtlinien. Auch meine Beschwerde im Nachhinein kam zum selben Ergebnis, obwohl ich mir diese Richtlinien durchgelesen habe und zu einem anderen Ergebnis gekommen bin. Sehr rgerlich, aber leid taten mir die Leute, die fr richtig viel Geld Parfm gekauft hatten, denen erging es nicht besser als uns.
Wir flogen dann um 18:45 wieder ab und waren um 19:50 in Schnefeld. Unser Abholer hatte uns versetzt und so nahmen wir den Flughafenbus zum Bahnhof Sdkreuz (nur 20 Minuten Fahrzeit) und den Rest dann ein Taxi.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2018 by Angelika Rosenzweig