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Reisebericht Kykladen 2010 Paros

Dienstag 01.06.2010

Griechenland Karte unsere Fhre nach Paros Keine Lust auf Frhstck, also packten wir unsere Sachen gingen im Frisrladen bezahlen und gingen dann wieder in unser Stammcaf am Hafen. Wir tranken Kaffee und lungerten dort bis 11.30 Uhr herum. Die Fhre lag schon seit dem Vorabend am Kai, es war auch gleich die erste und so mussten wir nur ein paar Schritte laufen, selbst mit dem Gepck kein Problem. Wir gingen aufs Schiff, es war fast vllig leer und ein doofes Schnellboot, wo man nicht raus aufs Deck konnte und natrlich wieder mal eiskalt.
Das Schiff fuhr pnktlich um 12 Uhr ab und wir legten schon um 12.20 Uhr in Paros an.
Die griechische Insel Paros liegt im Zentrum der Kykladen. Auf der Insel leben 12.514 Einwohner (2009) davon etwa 4.500 im Hauptort Parikia und 2.300 in Naoussa (2001).
Die 165 qkm groe Insel liegt westlich von Naxos. Unmittelbar sdwestlich von Paros liegt die ebenfalls bewohnte Insel Antiparos. Zusammen mit den zahlreichen kleinen Eilanden, die hauptschlich sdwestlich bis nrdlich vorgelagert sind, bildet Paros eine Gemeinde. In der Mitte der Insel gibt zwei Berge: der 770 m hohe Profitis Ilias und sdlich davon der etwas niedrigere Stroumboulas.

Der Hafen von Parikia kleine Kapelle an der Promenade

Am Hafen nahmen wir uns direkt ein Taxi und lieen uns auf gut Glck zum Hotel Cyclades bringen, wo wir 1997 schon mal gewohnt hatten. Das Hotel war so nett, wie ich es in Erinnerung hatte und sie hatten auch zwei schne Zimmer mit Balkon, die wir dann sofort bezogen.
Vater und Sohn bewirtschaften das Hotel und Vater wollte direkt mit Brigitte tanzen gehen. Er empfahl uns das Restaurant Katerina, wo wir auch sofort hingingen, da wir Hunger hatten. Das Restaurant liegt direkt an der Strandstrae. Sehr freundliche Leute, sehr leckeres Essen - noch wirklich griechisch - auch fr Topfgucker.
Nach dem Essen packten wir dann erstmal unseren Krempel aus und machten dann noch einen Spaziergang durch Parikia.

Hotel Cyclades in Parikia Taverna Katerina

Parikia wird auch Paros-Stadt genannt, sie ist die grte Stadt der Insel. Die Stadt befindet sich an derselben Stelle, an der schon eine antike Siedlung gelegen haben soll. Die Inselhauptstadt liegt in einer schnen Bucht direkt am Wasser und hat einen der grten, best organisierten Hfen der Kykladen mit ausgezeichneten Schiffsverbindungen zu anderen Inseln sowie dem Festland. Entlang des Hafens, befindet sich eine lange Promenade. Hier haben sich einige Tavernen, Cafes, Kneipen und Ouzerien angesiedelt.
Das Herz des Ortes ist die Altstadt, nur wenige Meter vom Hafen entfernt. Hier findet man verwinkelte, schmale Gassen mit den wei getnchten Husern, die berhmten "Marktstrae" und kleine Pltze. Die meisten historischen Gebude befinden sich im Viertel um die Burg(Kastro), das von den Venezianern zum Schutz vor kriegerischen Angreifern im 13. Jahrhundert gebaut wurde.

Panagia Katapoliani malerische Gasse in Parikia


Die bedeutendste Kirche der Insel heit Panagia Katapoliani. Sie befindet sich im nrdlichen Stadtgebiet von Parikia. Der lteste Teil, die Nikolaos-Kapelle auf der linken Seite, entstand im 4. Jahrhundert. Die Kirche wurde vor einigen Jahren restauriert, wobei das Naturmauerwerk der Hauptkirche wieder freigelegt wurde. Im Innern sind vor allem die Marmor-Ikonastase mit groen Ikonen des 17. Jahrhunderts, der Bischofsthron und rechts der Hauptkirche die Taufkapelle mit dem kreuzfrmigen Taufbecken sehenswert, originell ist der Glockenturm: eine hohe Zypresse im Hof.
Der Strand der Stadt befindet sich in einer weiten windgeschtzten Bucht, nrdlich des Hafens. Hier befinden sich die meisten Unterknfte Parikias.
Irgendwie war es wohl auch die falsche Uhrzeit, die Lden in der Altstadt waren zum Teil geschlossen, aber durch die wenigen Menschen konnten wir die malerischen Gassen doch auch mehr genieen.
Zum Abendessen keine Experimente, wir gingen wieder zu Katerina und den Rest des Abends verbrachten wir auf unserem schnen Balkon, bis es uns zu khl wurde.

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Mittwoch 02.06.2010

Wir frhstckten im Hotel, ein einfaches griechisches Frhstck mit Brot und Marmelade.
Um 9 Uhr gingen wir zunchst ins stdtische Arztzentrum, da Rolfs linke Gesichtshlfte total geschwollen war, es sah richtig gefhrlich aus. Im Arztzentrum war die Hlle los, irgendwie war wohl die ganze Insel krank. Gleich um die Ecke gab es noch ein privates "Medical Center" und dort war es ganz leer und wir kamen auch gleich dran. Der Arzt diagnostizierte eine Infektion an der Ohrspeicheldrse und verschrieb Tabletten. Nach einer Stunde sollten wir zum Ultraschall wiederkommen, was dann endlos lange dauerte, so dass wir anschlieend gleich zu Katerina Mittagessen gehen konnten.

malerische Gasse in Parikia malerische Gasse in Parikia

Den Nachmittag verbrachten wir auf dem Balkon mit Lesen. Rolf musste um 17.30 Uhr wieder beim Arzt sein und seine Blutergebnisse abholen, whrenddessen Brigitte und ich die Strandstrasse in der nrdlichen Richtung erkundeten, aber auer einem kleinen Pinienwldchen am Strand kam da nicht mehr viel.
Danach ein Happy-Hour-Draught-Beer in der Taverne "Cactus" und anschlieendes Abendessen wieder bei Katerina.

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Donnerstag 03.06.2010

Nun wollten wir doch endlich mal einen Strandtag verbringen, packten unsere Badesachen und fanden uns um 9.30 am Livadia-Strand ein. Es war wohl noch zu frh, die Liegesthle standen noch gestapelt mit einer Kette gesichert am Rand, also gingen wir einen Kaffee trinken. Kurz nach 10 Uhr kam dann der Sunbed-Vermieter und wir nahmen 3 Liegen 2,50 und lieen uns nieder.
Nach zwei Stunden hatten wir die Nase voll, es war viel zu windig und der Wind war auch noch eiskalt, kurz es war total ungemtlich.
So gingen wir Mittag essen, dieses Mal im "Cactus", sehr lecker aber auch sehr teuer. Anschlieend wollten wir dem Wind zu entkommen, versuchten erst auf dem Balkon zu lesen und zogen uns dann ins Zimmer zum Lesen zurck.

Strand in Parikia Restaurant Cactus

Gegen 17 Uhr machten wir uns noch mal auf den Weg in die Altstadt und zum Kastro-Viertel. Jetzt hatten zwar die Geschfte geffnet, aber mehr Leute waren auch nicht unterwegs.
Fr den Rckweg whlten wir die Strandstrae, weil wir dort mal ein anderes Restaurant ausprobieren wollten, dann gefiel uns die Speisekarte nicht, wir tranken nur etwas, um dann reumtig kurz vor 21 Uhr wieder bei Katerina zu landen.

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Freitag 04.06.2010

Da wieder ein recht heftiger Wind wehte, beschlossen wir uns einen Mietwagen zu nehmen und die Insel zu erkunden.
Unser erster Besichtigungspunkt war das Nonnenkloster Christos sto Dassos (Christus im Wald). Auf der gut ausgebauten Strasse an der flachen Westkste, von Parikia aus nach Sden kommt man nach ca. 12 km zu einer Abzweigung bergauf zum Kloster. Es ging ziemlich steil hinauf und oben angekommen befindet sich das Kloster, das 1805 von der Familie Mavrogenous gestiftet wurde. Das Kloster ist recht weitlufig, alle Huser wei gekalkt und dort sollen noch 12 Nonnen leben, wir trafen jedoch nur einen mnnlichen Menschen, der wohl mehr fr Reparaturen und Sauberkeit zustndig war, ansonsten wirkte die Anlage eher verlassen.

Nonnenkloster Christos sto Dassos Grabeskirche des Agios Arsenios

Etwas oberhalb vom Kloster liegt die Grabeskirche des Inselheiligen Agios Arsenios. Die Kirche war geschlossen, von dort hatte man aber einen schnen Blick auf das Kloster.
Ganz in der Nhe des Klosters liegt auch das Schmetterlingstal "Petaloudes", das wir aber auslieen, da diese Falter Nachttiere sind, also tagsber schlafen. So fuhren wir zurck zur Hauptstrasse und weiter Richtung Sden nach Aliki.
Kurz vor dem Ortseingang von Aliki, gegenber vom Flughafen liegt das kleine Folklore Museum von Benetos Skiadas. Im Garten des Museums sind Miniatur-Kopien von kykladischen Bauwerken zu sehen, z.B. die Panagia-Kirche von Tinos, die Windmhlen von Mykonos, der Leuchtturm von Andros, die Lwen von Delos und vieles mehr.

Folklore Museum von Benetos Skiadas Folklore Museum von Benetos Skiadas

Im Innenraum des Museums gibt es ebenfalls Miniaturnachbauten von einem Webstuhl, eine Destillationsanlage und andere praktische Dinge sowie mehrere Schiffsnachbauten. Benetos Skiadas ist Rentner und hat sein Hobby zum Beruf gemacht, seine Frau fhrt die Besucher durch das Museum und erklrt stolz, dass ihr Mann das alles selbst gemacht hat.
In diesem zauberhaften kleinen Museum verbrachten wir fast zwei Stunden.

Lefkes Lefkes

Dann fuhren wir weiter um den Sden der Insel herum und schlugen uns von der Ostseite aus nach links in die Berge nach Lefkes, der alten Inselhauptstadt aus der Zeit der trkischen Besetzung. Frher lebten hier fast 4000 Menschen, die meisten waren Steinbrucharbeiter. Heute leben in Lefkes nur noch ca. 700, berwiegend alte Menschen. Lefkes gilt als das schnste Dorf auf Paros.
Der Ortskern wirkt mittelalterlich, schmale malerische Gassen ohne Autos. berragt wird der Ort durch die groe Hauptkirche Agia Triada. Am Platz bei der Kirche machten wir Rast fr einen Kaffee und schlenderten dann weiter durch den reizenden Ort.

Lefkes Lefkes

Durch Zufall kamen wir vorbei am Restaurant "I Pezoula Tis Lichoudias", ein wunderhbsch restauriertes altes Haus mit einer sehr schnen Terrasse, Spezialitt sind vor allem die selbst gemachten Sigkeiten, aber es gab auch Herzhaftes zu essen.
Da wir in Lefkes schon wieder ziemlich weit oben waren, versuchten wir einen Weg zu unserem Auto zu finden, der oben am Hang blieb, was uns auch gelang und so ersparten wir uns den anstrengenden Ab- und Aufstieg.

Naoussa Naoussa

Wir fuhren dann weiter nach Naoussa, ein Hafen- und Fischerort im Norden der Insel. Naoussa liegt am sdlichen Ende der gleichnamigen Bucht, etwa 10 Kilometer vom Parikia entfernt und ist mit seinen gut 2.600 Einwohnern der zweitgrte Ort der Insel und besitzt neben Parikia den zweiten Hafen, der jedoch nicht von den regelmig verkehrenden Fhrschiffen angefahren wird. Dafr gehrt er mit seinen dicht um den kleinen Hafen gelegenen im typisch kykladischen Stil erbauten Husern und den engen Gassen zu einem der schnsten Orte der Kykladen. Direkt am Ort gibt es kaum nennenswerte Strnde, doch vom kleinen Hafen aus verkehren stndlich Badeboote zu verschiedenen Strnden.
Seit den letzten Jahren spielt der Tourismus eine zunehmend wichtigere Rolle, trotzdem ist es Naoussa gelungen, eine gewisse Ursprnglichkeit zu bewahren, und es vermittelt noch den Eindruck, das Leben bewege sich hier in langsameren Bahnen. Whrend sich im Ort zahlreiche Tavernen befinden, haben sich am Ortsrand bzw. etwas auerhalb viele Hotels und Pensionen angesiedelt.

Naoussa Naoussa

Als wir den Ort schon vor uns liegen sahen und das Ortseingangsschild schon hinter uns hatten, wollten wir nur noch das Zentrum finden, was sich als irgendwie schwierig erwies, durch irgendwelche Einbahnstrassen kamen wir immer wieder an unseren Ausgangspunkt zurck. Irgendwann gaben wir auf und parkten unser Auto. Dann entdeckten wir doch noch ein Schild, das auf den alten Fischerhafen hinwies, wir mussten nur noch ber eine kleine Brcke und einmal um die Ecke und siehe da, da war er.
Der Hafen war wirklich wie versprochen sehr malerisch aber auch sehr touristisch und vor allem auch sehr teuer. In einem der kleinen Lokale lieen wir uns nieder, um etwas zu trinken, woanders htten wir fr das gleiche Geld wohl zu essen und zu trinken bekommen, aber dafr war es sehr hbsch dort.
Nachdem wir uns gestrkt hatten, bummelten wir noch ein wenig durch die kleinen Gassen und fuhren dann zurck nach Parikia, um dann dort wie fast immer bei Katerina zu Abend zu essen.

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Sonnabend 05.06.2010

Frhstck wie immer gegen 8.30 Uhr. Es regnete. Rolf brachte dann das Auto weg und kam ewig nicht wieder, weil er wegen des heftigen Regens irgendwo rein geflchtet war. Den Vormittag verbrachten wir im Zimmer, weil es immer mehr schttete, zum Mittagessen rannten wir schnell zu Katerina, weil es gerade mal etwas weniger heftig regnete.

Hotel Cyclades - die Rezeption im Restaurant Katerina

Das Wetter drckte sehr auf unsere Stimmung, so nach dem Motto: "was sollen wir eigentlich noch hier" und beschlossen dann, doch noch mal die Insel zu wechseln und gingen in Richtung Hafen, um dort die Tickets fr die Fhre zu kaufen. Die Aktion dauerte den ganzen Nachmittag, denn immer, wenn es wieder zu schtten anfing, tranken wir irgendwo drinnen sitzend einen Kaffee. Das Abendessen gab es dann auch wieder bei Katerina, auf dem kurzen Stck konnten wir auch nicht so nass werden, wobei der Regen zum Abend nachlie und spter ganz aufhrte.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2018 by Angelika Rosenzweig